Projekte der Studierenden

Regie für Musik- und Sprechtheater, Performative Künste – Bachelor of Arts (B.A.) / Master of Arts (M.A.)

Hallo

Premiere 02. Februar 2021
Akademietheater Mitte

Hallo ist eine Idee. Hallo ist eine Geste. Hallo ermöglicht, mit jemandem oder etwas Kontakt aufzunehmen. Menschen treten ständig in Beziehung zur Welt: Wenn sie fragen, wer sie sind, einem Menschen begegnen oder wenn sie ihr Smartphone benutzen. Ihr Verhältnis zu Mensch und Umwelt beeinflusst ihr Handeln. Aber wie begegnen die Menschen des 21. Jahrhunderts sich selbst, wie der Natur, die sie zerstören, und der Technik, die sie umgibt? Eine Antwort könnte in einer weiteren Frage liegen. Die Zuschauer*innen, die Spieler*innen und eine lernfähige Maschine begeben sich gemeinsam auf die Suche nach einer (Denk-)Figur. Sie fragen: Was ist ein Käthchen von Heilbronn?

Regie Anna Malena Große
Bühne Swantje Silber
Kostüm Lilian Tschischkale
Dramaturgie Johannes Hebsacker
Szenische Musik Hans Könnecke
Musikalische Mitarbeit Fabiola Wörter
Songs Hannah Weiss
Gitarre Paul Brändle
Choreographie Wolfram Föppl
Bühnenmalerei Mark Reindl
Software-Entwicklung Oscar Bloch
3D Animation Nicole Popst
Maske Sabeth Kelwing Jimenez
Licht Georg Boeshenz
Ton Georgios Maragkoudakis
Video Operator Stefan Arndt
Technik Bühne Otto Schönbach, Moritz Randzio
Regieassistenz Lara Freimuth
Mentorat Regie Stefanie Beckmann
Mit Leonard L.M. Burkhardt, Kjell Brutscheidt, Wolfram Föppl, Anh Kiet Le, Hannah Weiss, Fnot Taddese, Theresa-Sophie Weihmayr, Lina Witte

R.A.G.E!

Premiere 26. Januar 2021
Akademiestudio

Die Stückentwicklung R•A•G•E! ist ein Rundumschlag. Gegen das Patriarchat. Gegen Wohlfühloasen. Gegen Calm-down-Strategien. Gegen ein falsches Lächeln. Und gegen SelfSilencing. Gemeinsam spüren vier Spielerinnen der politischen Kraft ihrer Wut nach und finden in ihr eine sprudelnde Quelle des Empowerments und der Produktivität, die gesellschaftliche Strukturen aufbricht und endlich Bilder von Frauen in Rage hervorbringt. 

Inszenierung Laura Schinzel
Text Hannah Bründl
Regieassistenz Emma Rehumäki
Bühne und Kostüme Antonia Krull
Bühnenbildassistenz Pauline Schulze
Dramaturgie Clara Bender, Lucas Perfahl
Ton Matthias Schaaff
Maske Lilo Meyer
Licht Eva Maria Gerteis
Mit Estelle Schmidlin, Pia Amofa-Antwi

Eroberung des Nutzlosen

Premiere 15. Dezember 2021
Akademiestudio

Was ist es, was uns Menschen antreibt, nicht aufzugeben? Wie schaffen wir es, unseren Träumen nachzugehen, wenn alle Zeichen dagegenstehen?
1979 reist der Regisseur Werner Herzog in den südamerikanischen Dschungel, um den Film Fitzcarraldo zu drehen. Die Dreharbeiten sind geprägt von Widrigkeiten und der schonungslos unbändigen Natur. Davon zeugen Herzogs Tagebuchaufzeichnungen, die Carolin Wirth als Ausgangspunkt nimmt, um über Lebensentwürfe nachzudenken: zwischen Vernunft und Aufopferung, zwischen Träumen und Scheitern.

Regie und Bühne Carolin Wirth
Kostüm Fritz Alm
Dramaturgie Peter Sampel
Musikalische Leitung Helena Niederstraßer
Licht Benjamin Schmidt
Ton Georgios Maragkoudakis
Schlagzeug Helena Niederstraßer
Mit Alena von Aufschnaiter, Eva Lucia Grieser, Paulina Hobratschk, Adele Vorauer

Hamlet

Premiere 24. November 2021
Akademietheater Mitte

Ihr seid die Zukunft im Zitat. Fütter sie mit deiner Gabel. Du kennst Das schon. Der Anspruch ein verlorener Verrat. Sand klebt zwischen meinen vertrockneten Mündern. Schrecklich hungrig, kraftlos zwischen all den Mauern, spielt ein Schicksal Memorie. Die Maschine wird zur nächsten Floskel eines Lebens, das in euren Schädeln brummt. Ein Funken Artensterben – kein Kinderspiel für einen Tod. Unbedachte Zeichen sind mein Grab, ich werd' euch halten, mitziehen wo wir dachten, dass es schöner war.

Mit Neues Sozialdrama Kunst
 

fake it till you die backchen

Premiere 18. Oktober 2021
Luisenstraße - Reaktorhalle

fake it till you die bakchen ist ein Drama der Selbstinszenierung in Anlehnung an Euripides Bakchen. Als das Fundament Thebens zu bröckeln droht, tritt Dionysos in drei Gestalten an, um einen Neuanfang zu bringen. Doch während sich einige begeistert verzaubern lassen, misstrauen andere dem Neuankömmling. Wie zieht man eine gespaltene Gesellschaft auf seine Seite? In einem strategischen Wettstreit bemühen sich die Dionysos-Figuren um das Vertrauen der breiten Masse und üben sich gleichzeitig in charismatischer Selbstdarstellung und Überzeugungskraft.

Inszenierung David Moser
Dramaturgie Paulina Platzer
Text David Moser
Musikalische Leitung Florian Paul
Musik Lukas Schwermann
Bühne Stella Lennert
Kostüm Rosanna König
Maske Rosanna König
Mit Ines Hollinger, Oliver Möller, Samuel Sandriesser
Licht Bernd Gatzmaga
Bühne und Visuals Stella Lennert
Ton Achim Ouaazimmou
Video Operator Jakob Ströher, Stefan Arndt
Regieassistenz Lisbet Hampe
Ausstattungsassistenz Jana von Schablowsky
Mentorat Ewald Palmetshofer

Geschichten, die keine sind

Premiere 14. Juli 2021
Akademietheater Mitte

Pars pro toto? Aus einem Sack voller Erinnerungen purzeln einzelne Bilder, Schlaglichter eines Lebens, die als Teil für das Ganze stehen wollen. So begeben sich die Figuren auf Identitätssuche und versuchen, dem eigenen Leben einen Sinn zu verleihen. Angestoßen durch eine Erinnerung, reflektieren sie über Kunst und Kitsch, beobachten das Kleine und blicken danach auf das große Ganze.
Regisseur Rennik-Jan Neggers zeichnet mit Erzähltexten von Robert Musil eine assoziative Welt, die das Alltägliche zum Besonderen macht.

Aeins Emma Schoepe
Azwei Oscar Bloch
Adrei Amadeus König
Mentorat Regie Florentine Klepper
Autor Robert Musil
Inszenierung Rennik-Jan Neggers
Bühne und Kostüme Alexander McCargar
Dramaturgie Teresa Martin
Licht Georg Boeshenz
Ton Georgios Maragkoudakis

Indeed, I heard something and something heard me

Premiere 08. April 2021
Bürgermeistergarten, Ismaninger Straße 95

Vogelgesang ist das akustische Sinnbild menschlicher Erholung. Um unsere Regeneration zu sichern, wird die Natur zum Objekt gemacht. Kann die aktive Beschäftigung mit Vögeln zu einem neuen Verhältnis zwischen Mensch und Natur beitragen? Lässt sich dieses Vorhaben als sanfter Protest gegen die Verdinglichung begreifen? Im Rahmen einer performativen Studie wird der Bürgermeistergarten durch Beobachten und Hinhören zum Ort der Begegnung. Wir laden ins Idyll, das sich als Produktionsstätte für Erholung selbst befragt und in kapitalistischen Netzwerken kritisch zu verorten sucht.

Von und mit Michael Akstaller, Laura Immler, Alessa M. Karesin, David Moser, Paulina Platzer
Mentorat Sophie Becker, Jan St. Werner

Nach dem Ende

Premiere 05. Mai 2021
Akademiestudio

Was passiert, wenn eine Liebe zu Ende geht? Die Stückentwicklung Nach dem Ende eröffnet einen Blick in das Leben zweier Menschen, die voneinander Abschied genommen, aber noch nicht abgeschlossen haben. Es folgt ein Aufräumen, ein Zusammenkehren des Scherbenhaufens der Erinnerungen. Von einzelnen Objekten oder Momenten getriggert, stolpern Er und Sie vor und zurück in der Zeit und versuchen, nicht zu früh die Pflaster von ihren Wunden zu reißen. Szenen eines Endzustands vermischen sich mit puzzleartig zusammengesetzten Momenten der Vergangenheit, deren Leidenschaften und emotionale Abgründe durch einen Genre-Mix aus Funk, Jazz, Blues und Klassik offengelegt werden.

Inszenierung Benjamin Truong
Autorin Lavina Stauber
Mit Anton Roters, Nick Robin Dietrich, Vanessa Heinz, Sandra Julia Reils, Jakob Roters
Musikalische Leitung Anton Roters
Bühne Lugh Wittig
Kostüm Johanna Armstorfer
Licht Bernd Gatzmaga
Regieassistenz Gabriel Siebert
Bühnenbildassistenz Onno Gaissmaier
Ton Matthias Schaaff

Eingriff am verschlossenen Thorax

Premiere 23. März 2021
Akademietheater

Schmerz ist eine individuelle Empfindung. Schmerz ist immer echt und unabhängig von körperlichen Beschwerden. Was aber empfinden Menschen, die unter Schmerzen leiden? Wie gehen Menschen mit Schmerzen um? Und wie können Darsteller*innen eine Empfindung, die sie nicht selbst erleben, auf einer Bühne umsetzen? Die Stückentwicklung Eingriff am verschlossenen Thorax beschreibt eine Suche nach Figuren und Bewegungen, Stimmungen und Klängen, Formen und Bildern, in denen Schmerz-Empfindungen auf einer Bühne gefasst werden können.

 

Inszenierung Anna Malena Große
Bühne Lisa Rüger
Kostüm Lea Mila Weinert
Maske Sabeth Kelwing Jimenez
Dramaturgie Johannes Hebsacker
Sound Design Jan Christoph Godde, Johannes Hebsacker
Video Design Philipp Kaiser
Co-Regie Video Benjamin Rupprecht
Licht Benjamin Schmidt
Ton Georgios Maragkoudakis
Video Operator Stefan Arndt
Regieassistenz Lara Freimuth, Rosalie Zwenzner
Arrangement Alexander Thomas Mathewson, Hannah Weiss
Gesang und Klavier Hannah Weiss
Ensemble Wolfram Föppl, Anna Malena Große (auch Live-Kamera), Fabio Savoldelli (auch Video), Matthias Stiehler (Video), Berit Vander (auch Video), Hannah Weiss, Mariann Yar

ALL(ES)_DING DER UNMÖGLICHKEIT

Premiere 24. Februar 2021
Reaktorhalle

Ein neues Zeitalter des Lebens auf Silizium-Basis - unzerstörbar, unsterblich, unendlich ausdehnbar - beginnt. Wir befinden uns in ferner Zukunft in einem rasenden Stillstand. Alles scheint in etwas Größeres eingehängt, hineingehängt und dennoch ungreifbar. Wird der ewig lebende Postmensch ein an den Brüsten digitaler Ammen genährter Säugling sein? Und was vermodert da eigentlich? Jedes Bild entlarvt das vorhergegangene, zeigt eine andere Wirklichkeit. Irgendwo zwischen Utopie und Dystopie werden virtuelle Topfpflanzen gegossen, Smart Homes bewohnt und der Versuch unternommen, Gefühle zu retten.

Regie Camille Hafner
Dramaturgie Laura Krahn
Bühne Janina Sieber
Kostüm Charlotte Ehrlich
Videodesign Amon Ritz
Video-Operator Jakob Ströher
Licht Benjamin Schmidt
Ton Toni Spirkl
Regieassistenz Lena Sammüller
Mit Jacoba Barber-Rozema, Oscar Bloch, Luiza Monteiro, Steffen Recks, Estelle Schmidlin, Lina Witte
Videoassistenz Lilian Mikorey

Medea 2020

Premiere 12. Februar 2021
Akademiestudio

Medea ist isoliert, ausgestellt, seit jeher gefangen im faszinierten Blick der Außenwelt auf sie, auf ihr Wesen, auf ihre Entscheidungen, die sie fasst, nachdem sie auf der Flucht vor ihren gemeinsamen Verbrechen von ihrem Mann und Komplizen Jason in Korinth verraten wird. In Jean Anouilhs reduzierter und verdichteter Bearbeitung des griechischen Mythos (Deutsch von Franz Geiger) liegt der Ursprung der Katastrophe in der psychologisierten Aufarbeitung der Beziehung zwischen Medea und Jason. Regisseurin Diana Merkel verortet die Konfrontation nach dem Vorbild einer Performance von Marina Abramovic und Ulay in einem musealen Raum und denkt den Konflikt neu.

Regie Diana Merkel
Bühne und Kostüme Petra Schnakenberg
Dramaturgie Peter Sampel
Regieassistenz Sophia Willmes
Videoprojektion Nikita Gibalenko
Ensemble Ulf Jürgen Wagner, Sebastian Griegel, Chantal Dubs und Doris Gruner
Licht Georg Boeshenz
Ton Matthias Schaaff
Video-Operator Stefan Arndt
Mit Benjamin Merz, Darya Merz

Das Erdbeben in Chili

Premiere 09. Februar 2021
Akademietheater Mitte

Zwei unglückliche Liebende. Eine gnadenlose Gesellschaft. Ein Erdbeben.
Jeronimo und Josephe stehen am Tag ihrer Hinrichtung, als plötzlich ein Erdbeben über sie hereinbricht und die ganze Stadt in Schutt und Asche versinken lässt. Die Katastrophe stellt sich jedoch für die beiden Protagonisten als Glück im Unglück heraus: Das Gefängnis, in dem Jeronimo sitzt, wird aufgesprengt, Josephes Enthauptung unterbrochen. Beiden gelingt die Flucht...

Heinrich von Kleists wortgewaltige Novelle beschreibt das Erdbeben als ein Ereignis, welches nicht nur die Häuser in St. Jago, sondern auch die gesellschaftliche Ordnung gehörig ins Wanken bringt. Vor dem Hintergrund der Naturkatastrophe hinterfragt Kleist die Mechanismen einer in ihren Konventionen festgefahrenen Gesellschaft. Wird die Katastrophe dazu führen, dass die Menschen ihr Verhalten überdenken und sich als Gesellschaft weiterentwickeln? Können durch ein derartig einschneidendes Ereignis tatsächlich alte Gewohnheiten und Konventionen begraben werden?

An der Grenze zwischen Musik- und Sprechtheater erzählt Regisseur Dirk Girschik die Ereignisse um Jeronimo und Josephe in Form einer Zeitreise: Was können wir aus der Geschichte lernen? Mit welchen Problemen sieht sich unsere heutige Welt konfrontiert? Und was wird die Zukunft bringen...

Inszenierung Dirk Girschik
Bühne und Kostüme Djamilia Brandt
Videodesign Djamilia Brandt
Dramaturgie Marie-Philine Pippert
Licht Georg Boeshenz
Mit Patrick Nellessen, Valentin Mirow, Almut Kohnle, Sarah Giebel, Enea Boschen und Franziska Weber

Pierrot Lunaire

Premiere 01. Februar 2021
Akademiestudio

Abend für Abend erklingt ihr bekanntes Lied, rote Rosen regnet es aber schon lange nicht mehr. Die Bühnen werden kleiner und die Zuschauersäle leerer. Ein silbernes Glitzerkleid, eine Perücke und die mittlerweile verstaubte Fanpost sind zwar aus einer besseren Zeit übriggeblieben, den Zerfall einer großen Diva können sie aber kaum noch verstecken. Ihr Innerstes zeigt sich in Arnold Schönbergs bahnbrechendem Stück der Moderne Pierrot Lunaire, das in symbolträchtigen Bildern von tiefer Trauer, Tod und auch närrischen Albernheiten erzählt.

Regie Rennik-Jan Neggers
Flügel Ben Weishaupt
Musikalische Leitung Ben Weishaupt
Bühne und Kostüme Marleen Johow
Dramaturgie Teresa Martin
Maske Maria Strathmann
Licht Georg Boeshenz
Mit Sebastian Degenhardt, Roza Herwig

Kalokagathia

Premiere 25. November 2020
Akademietheater Mitte

Inmitten eines dichten Gewirrs aus Fäden zerbricht ein Logiker an seinen eigenen Sprachgesetzen und ein Prophet verkündet das Ende seiner Suche. Ein Priester blickt beschämt zurück auf sein sündiges Leben, und eine Unsterbliche erklärt die Suche nach Wahrheit für noch nicht beendet. In einem Raum, der überall und nirgends sein könnte, schwirren Fragen durch die Luft. Was ist Wirklichkeit und was ist Wahrheit? Wie kann man die Welt verstehen, wenn man selbst in ihr gefangen ist?

Inszenierung Lukas Kretschmer
Bühne Esther Abdelghani
Kostüme Johanna Armstorfer
Dramaturgie Teresa Martin
Licht Georg Boeshenz
Ton Matthias Schaaff
Mit Enea Boschen, Anna Malena Große, Anh Kiet Le, Samuel Sandriesser, Katrin Schafitel
und Ensemble Shotstakovich