Entfällt vor Publikum: Das Erdbeben in Chili

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ENTFÄLLT VOR PUBLIKUM: DAS ERDBEBEN IN CHILI

Schauspiel

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

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Nach Abstimmung der Intendanten der Bayerischen Staatstheater mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst muss der Vorstellungsbetrieb aller Staatstheater in Bayern bis einschließlich 28. Februar 2021 eingestellt werden. Dies betrifft auch die Vorstellungen von Das Erdbeben in Chili am 09. und 10. Februar.

Zwei unglückliche Liebende. Eine gnadenlose Gesellschaft. Ein Erdbeben.
Jeronimo und Josephe stehen am Tag ihrer Hinrichtung, als plötzlich ein Erdbeben über sie hereinbricht und die ganze Stadt in Schutt und Asche versinken lässt.
Die Katastrophe stellt sich jedoch für die beiden Protagonisten als Glück im Unglück heraus: Das Gefängnis, in dem Jeronimo sitzt, wird aufgesprengt, Josephes Enthauptung unterbrochen. Beiden gelingt die Flucht...

Heinrich von Kleists wortgewaltige Novelle beschreibt das Erdbeben als ein Ereignis, welches nicht nur die Häuser in St. Jago, sondern auch die gesellschaftliche Ordnung gehörig ins Wanken bringt.
Vor dem Hintergrund der Naturkatastrophe hinterfragt Kleist die Mechanismen einer in ihren Konventionen festgefahrenen Gesellschaft. Wird die Katastrophe dazu führen, dass die Menschen ihr Verhalten überdenken und sich als Gesellschaft weiterentwickeln? Können durch ein derartig einschneidendes Ereignis tatsächlich alte Gewohnheiten und Konventionen begraben werden?

An der Grenze zwischen Musik- und Sprechtheater erzählt Regisseur Dirk Girschik die Ereignisse um Jeronimo und Josephe in Form einer Zeitreise: Was können wir aus der Geschichte lernen? Mit welchen Problemen sieht sich unsere heutige Welt konfrontiert? Und was wird die Zukunft bringen...

Besetzung

Mitwirkende

Dirk Girschik
Inszenierung
Djamilia Brandt
Bühne und Kostüme
Djamilia Brandt
Videodesign
Georg Boeshenz
Licht