Studium Schauspiel

Das Studium

Das Schauspiel-Studium vermittelt alle praktischen und theoretischen Fertigkeiten, die für das spätere Berufsleben als Schauspieler oder Schauspielerin wichtig sind. Dabei wird insbesondere Wert auf die Entwicklung der künstlerischen Persönlichkeit gelegt. 
Die Ausbildung bietet zusätzlich durch Projektarbeiten an der Theaterakademie und gegebenenfalls Praktika am Bayerischen Staatsschauspiel, am Metropoltheater München sowie in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München die Möglichkeit, Berufspraxis zu sammeln.

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Tschick

Abschlüsse

Der Intensivstudiengang Schauspiel setzt sich aus einem Bachelor- und einem Master-Studium zusammen: 

  • Bachelor-Studium: sechs Semester und 210 ECTS-Punkte
  • Master-Studium: drei Semester und 90 ECTS-Punkte

Durch eine Verzahnung im 6. Fachsemester dauert das Studium von Bachelor und Master insgesamt acht Semester, also vier Jahre.

Kooperationspartner

Der Studiengang Schauspiel ist im Kooperationsmodell der Theaterakademie August Everding ein Studiengang der Hochschule für Musik und Theater in München. Die Ausbildung findet in den Räumen der Theaterakademie im Prinzregententheater München statt. 

Statement der Studiengangsleitung

Prof. Jochen Schölch, Leiter des Studiengangs Schauspiel

Wir glauben an ein Theater, das gesellschaftlich relevante Themen verhandelt und gerade auch in seiner formalen Erneuerung seine ureigene Kraft nicht einbüßt, sondern intensiviert: Die Auseinandersetzung mit dem Individuum im Verhältnis zu seiner Umwelt. Diese Auseinandersetzung wird im gegenwärtigen Theater vermehrt mit performativen Mitteln geführt, die auch das Berufsbild von Schauspielerinnen und Schauspielern stark verändern. Die bloße Interpretation einer Rollenfigur, die mittels des Körpers zur Erscheinung gebracht wird, findet immer weniger statt. Mehr und mehr tritt die Schauspielerin oder der Schauspieler in ein Spannungsverhältnis zur Rolle, in dem sich das eigene In-der-Welt-Sein zeigt. In einem Theater, das sich zunehmend vom literarischen Text löst, den Probenprozess betont und sich kollektiver Arbeitsweisen verschreibt, sind Schauspielerinnen und Schauspieler auch in die Entwicklung von Stoffen, Themen und Darstellungsformen integriert, in Konzeption und Textproduktion eingebunden.

Eine Ausbildung muss diese Entwicklungen berücksichtigen. Zukünftig gilt es daher, die Eigenverantwortlichkeit der Studierenden im künstlerischen Sinne zu stärken und sie mit den zwei wesentlichen Neuerungen des Theaters vertraut zu machen: Mit der Miturheberschaft von Schauspielerinnen und Schauspielern sowie mit performativ-theatralen Prozessen.