Studium Kulturkritik

Ergänzungsstudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik

Das Studium Kulturkritik

Den Ergänzungsstudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München gibt es seit dem Wintersemester 1997/98. Er wird geleitet von Prof. Dr. C. Bernd Sucher.
Ziel des Ergänzungsstudiums ist es, zukünftige Kulturjournalist*innen zugleich in Theorie und Praxis auszubilden, und zwar in einem Maß, das über das Angebot der Journalistenschulen, der Universitäten und Hochschulen hinausgeht, die sich allesamt nur peripher mit Kulturjournalismus beschäftigen können.

Der Ergänzungsstudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München wird mit Ende des Sommersemesters 2021 eingestellt. Er wird in einen neu zu konzipierenden Studiengang der Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München überführt.
 Aus diesem Grund können bis auf weiteres keine neuen Studierenden aufgenommen werden.
 Wir informieren Sie zu gegebener Zeit an dieser Stelle über den neuen Studiengang.


Bucherscheinung: Jenseits der Frontlinien

Beaufort 2008, Waltz with Bashir 2009, Ajami 2010 und Hearat Shulayim 2012: Innerhalb von fünf Jahren hat das israelische Kino vier Oscar-Nominierungen für den besten fremdsprachigen Film bekommen. Und es ist in dieser Zeit von einem internationalen Publikum entdeckt worden, in dessen Wahrnehmung es bis dahin gar nicht zu existieren schien. Der israelische Film – nicht zu verwechseln mit dem jüdischen Film –, hat eine ganz eigene Geschichte. Denn bis zur Staatsgründung 1948 konnte es ihn gar nicht geben. Danach hatte er erst einmal eine spezielle Rolle bei der Selbstfindung des jungen Gemeinwesens. Noch immer sind israelische Filme sehr eng mit den Verhältnissen im Land verwoben. Mittlerweile jedoch erzählen sie Geschichten, die auch außerhalb des Landes verstanden werden, und es gibt daneben etliche Genrefilme. Der Band betrachtet diese jüngere Geschichte des israelischen Films. Die Autoren sind neben den Filmkritikern Shmulik Duvdevani und Fritz Göttler sowie dem langjährigen ARD-Korrespondenten in Israel, Richard Schneider, die Kulturjournalisten des Ergänzungsstudiengangs Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Aktuell: Gamemag

Die Games-Industrie setzt inzwischen mehr Geld um als die Filmindustrie. Und Spiele provozieren geradezu einen spielerischen Umgang in der öffentlichen Debatte über sie. Zwei gewichtige Gründe also für eine ernstzunehmende journalistische Auseinandersetzung mit Computerspielen, zwei gewichtige Gründe für das Magazin "Gamemag". Denn nach wie vor ist es so, dass sich Texte über Computerspiele mit ihrem Gegenstand vor allem aus einer technischen, einer wissenschaftlichen oder einer ausgeprägt nerdigen Warte befassen. Oder, schlimmer: Es werden politische Debatten über Games geführt auf dünnem empirischen Grund. Dass es anders geht – unterhaltsamer, verspielter, relevanter –, das möchte "Gamemag" beweisen.

Die Autoren des Magazins sind die Studentinnen und Studenten der Ergänzungsstudiengangs Theater-, Film- und Fernsehkritik. Warum sich Theater- und Filmkritiker mit Computerspielen beschäftigen, ist einfach erklärt: Weil ein guter Kritiker auch von anderen Künsten etwas verstehen muss (und noch von vielem mehr). Und weil die jungen Journalisten Lust darauf hatten. Unter den Autoren sind Intensiv-, Gelegenheits- und Nichtspieler. Das tut dem Magazin sehr gut, weil dadurch die Perspektiven aufs Gaming vielschichtig sind.

Computerspiele sind ein sehr visuelles Medium, weshalb es unerlässlich ist, dass auch optisch von ihnen erzählt wird. Studenten der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Augsburg haben das Erscheinungsbild von "Gamemag" entwickelt. Es ist weit mehr als eine Bebilderung der Texte. Das Design des Magazins ist eine zweite, gleichberechtigte Ebene, um spannend über Computerspiele zu berichten – deren kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte.

"Gamemag" kostet 7 Euro und kann über die Mailadresse kulturkritik@hff-muc.de bestellt werden.

Abschlüsse

Die Abschlussprüfung besteht aus einer Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung, in die Note fließt auch die Qualität der Beteiligung an der Kulturzeitung der Akademie ein, die von den Studierenden regelmäßig hergestellt wird.
Das Studium wird mit einem bewerteten Zertifikat abgeschlossen.

Kooperationspartner

Der Studiengang Kulturkritik ist im Kooperationsmodell der Theaterakademie August Everding ein Studiengang der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Statement der Studiengangsleitung

Ein gute*r Kulturjournalist*in muss gebildet sein, muss fähig sein zur genauen Analyse und muss ausdrucksstark, klug und auch gewitzt formulieren können. Diese Fähigkeiten werden während des zweijährigen Studiums intensiv trainiert – in allen Mediengattungen. Das gewährleistet, dass die Absolventinnen und Absolventen in einem schwierigen, sich äußerst dynamisch verändernden Berufsfeld reüssieren.

Was läuft?

Aktuelles aus dem Studiengang

Kulturkritik-Studierende mit enoa in Aix-en-Provence

24. Oktober 2019

Michael Kohl

Ausschreibung zum C. Bernd Sucher Preis 2019

18. September 2019

Unsere Alumni Cornelia Fiedler und Georg Kasch sind in der Jury des Berliner Theatertreffens 2019

11. Februar 2019

Raffaela Grimm

Philipp Bovermann erhält den C. Bernd Sucher Preis

17. Dezember 2018

Sabrina Betz

EigenArten: bound|aries

06. Juli 2018

Theresa Kost

Wir sind die Zukunft - 25 Jahre Theaterakademie

19. Juni 2018

Sabrina Betz

Erzählt uns eure Geschichte!

29. Mai 2018

Das war unser Akademietag "Über Grenzen"!

19. Januar 2017

Johannes Lachermeier

Akademietag: Über Grenzen – Theater und kulturelle Vielfalt

17. Januar 2017

Antonia Leitgeb

"Finde deine innere Kuh!"

14. November 2016

Natalie Broschat

Back in Town: Vladimir Korneev

25. Oktober 2016

Inge Schielein

Steppen und Stampfen

13. Oktober 2016

Antonia Leitgeb

Treffen der ENOA-Partner in Helsinki – 14. und 15. September 2016

10. Oktober 2016

Der Architekt Max Littmann

13. Mai 2016

Nicole Steiner

Erst nachdem er tot ist, ist er gut? – Der Akademietag zum Urheberrecht

09. Mai 2016

Antonia Leitgeb

Kammerflimmern

04. Februar 2016

Philipp Bovermann

Das war der "Tag der offenen Akademie"!

25. Januar 2016

P.S.Zoeller

Neues aus der cult: Intrige auf dem Massagetisch

27. Oktober 2015

Anna Steinbauer

UWE – der Festival

12. Oktober 2015

Ein neuer Spielraum für München

12. Oktober 2015

Karl, das Kind ist weg!

12. Oktober 2015

Johannes Lachermeier

Kulturkritik goes Krimi

12. Oktober 2015

Johannes Lachermeier

Katharina Schulz bei den Filmtagen bayerischer Schulen

12. Oktober 2015

Johannes Lachermeier

Eine Festivalzeitung für UWE

12. Oktober 2015

Stefan Fischer