Helgard Haug

Dozent/in

Beschreibung


Das Akademietheater (Foto: Felix Loechner)

Helgard Haug ist Autorin, Regisseurin und Mitbegründerin von Rimini Protokoll. In unterschiedlichen Konstellationen entwickelte sie unter diesem Label Bühnenstücke, Interventionen, szenische Installationen und Hörspiele oft mit Expert:innen, die ihr Wissen und Können jenseits des Theaters erprobt haben. Außerdem übersetzen Rimini Protokoll gerne Räume oder soziale Ordnungen in theatrale Formate. Viele ihrer Arbeiten zeichnen sich durch Interaktivität und einen spielerischen Umgang mit Technik aus.
Rimini Protokoll wurden für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielten sie 2007 den FAUST-Theaterpreis und 2008 den Europäischen Theaterpreis in Thessaloniki. 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet. Für die Multiplayer Theaterinstallation Situation Rooms zum globalen Waffenhandel erhielten sie 2013 den „Excellence Award“ des japanischen Media Arts Festival.
Als sie gemeinsam mit Daniel Wetzel 2007 für „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurden, löste dies eine weitreichende Debatte über neue Autorenschaft und postdramatisches Theater aus.
4 ihrer Stücke wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zuletzt 2000 ihre Inszenierung Chinchilla Arschloch, waswas.
Helgard Haug wurde auch für ihre Hörspielarbeiten mehrfach ausgezeichnet: u.a. erhielt sie 2008 den Hörspielpreis des Kriegsblinden und zuletzt den Hörspielpreis der ARD 2019.