• WILLKOMMEN
  • ZUR THEATERAKADEMIE
  • STUDIUM
  • SPIELPLAN
  • PRODUKTIONEN & PRESSE
  • STIPENDIEN & PARTNER
  • STELLENANGEBOTE
  • KONTAKT & TEAM
  • SITEMAP
 

Projektarbeit

Ein besonderer Schwerpunkt aller Studiengänge liegt in der praktischen Arbeit, die in studiengangs­übergreifenden Projekten der Bayerischen Theater­akademie bzw. ihrer Kooperationspartner geleistet wird. In den Produktionen der Studiengänge Regie, Schauspiel, Musiktheater und Musical sowie durch die Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film, den Bayerischen Staatstheatern und in der Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk erhalten die Studierenden fundierte Einblicke in die unterschiedlichen Sparten der darstellenden Künste. Sie lernen die jeweiligen Spezifika kennen und können frühzeitig ihre persönlichen Präferenzen entwickeln.

In der Bayerischen Theaterakademie ist die Projektarbeit in die bestehenden Strukturen eingebunden: Während die Studiengänge Regie, Schauspiel, Musiktheater und Musical im Rahmen ihrer Studienpläne eigene Projekte durchführen, arbeiten die Studierenden der Studiengänge Dramaturgie, Bühnen- und Kostümbild, Lichtgestaltung und Maskenbild auf der Produktionsebene bei diesen Projekten mit. Darüber hinaus nehmen beispielsweise Schauspielstudenten an Regieprojekten teil, oder Regiestudenten übernehmen eine Assistenz in einem Projekt des Studiengangs Musiktheater.

Im Studiengang Regie inszenieren die Studierenden im 2. Semester als Abschluss des Probejahres eine 20minütige Szene. Zum Vordiplom am Ende des 4. Semesters wird eine einstündige Inszenierung erarbeitet. Im Rahmen des zweijährigen Hauptstudiums bringen die Nachwuchsregisseure drei abendfüllende Inszenierungen auf die Bühne, wobei die Studierenden sowohl ein Schauspiel als auch ein Werk aus dem Bereich des Musiktheaters umsetzen müssen. Die dritte Arbeit ist die Diplom-Inszenierung.

Im Studiengang Schauspiel wird den Studierenden im 1. Jahr die Aufgabe gestellt, gemeinsam eine Theateraufführung zu erarbeiten. Dabei entwickeln, dramatisieren und inszenieren sie ihren Text, der üblicherweise aus dem Stoffreservoir der Märchen stammt, selbst. In der zweiten Hälfte des 3. Studienjahres erarbeitet ein professioneller Regisseur eine abendfüllende Inszenierung mit den Studierenden; zu diesem Projekt werden je nach Besetzung auch Studenten des 2. Jahrgangs hinzugezogen.

Vergleichbar mit der Projektstruktur im Studiengang Schauspiel entwickeln auch die Studierenden des Studiengangs Musical im 2. Semester eine Eigenarbeit, die thematisch allerdings nicht gebunden ist. Ein Schauspielprojekt im 3. Studienjahr dient der Verfeinerung der spielerischen Qualitäten, und im 4. Studienjahr sind die Studierenden im Rahmen ihres Diplom-Examens in eine große Musical-Inszenierung eingebunden, in die auch jahrgangsjüngere Studierende nach Bedarf integriert werden. Außerdem produzieren die Musical­darsteller im Abschlussjahr jeweils eine 45minütige „One-Man-Show“, die sie dramaturgisch und inszenatorisch autonom gestalten.

Im Studiengang Musiktheater werden pro Spielzeit in der Regel ein kleines und zwei große Musiktheater­projekte angeboten, an denen jeweils die Spezifika der musikalischen Epochen erarbeitet werden können. Die Inszenierungen werden von einem professionellen Produktionsteam verwirklicht, das von der Theater­akademie verpflichtet wird. Auf diese Weise erhalten die Studierenden die Gelegenheit, unterschiedliche Interpretationsansätze und Regiearbeiten kennenzulernen. Die Gesangsstudenten werden im Rahmen eines Vorsingens für die Produktion ausgewählt; innerhalb des Studiums wird ihnen die Gelegenheit gegeben, kleinere und größere Partien zu übernehmen.

Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Maskenbild werden vom ersten Semester an entsprechend ihrem Leistungsniveau in die Projekte der Bayerischen Theaterakademie, in die Kooperationsprojekte mit den Kooperationspartnern und in freie Projekte integriert. Dabei ist es üblich, Studierende aus verschiedenen Studienjahren gemeinsam in ein Projekt einzubinden: Wenn beispielsweise ein Regiestudent eine abendfüllende Inszenierung im Rahmen seines Hauptstudiums plant, so wird einem Maskenbild-Studierenden des 2. oder 3. Jahres die Leitung der maskenbildnerischen Tätigkeiten übertragen. Der Maskenbildner ist neben der künstlerischen Konzeption und ihrer Umsetzung auch für den Einsatz seiner ihm zur Seite stehenden Studienkollegen und für die Arbeitsaufteilung zuständig. Ein Studierender des 1. Jahres, der ebenfalls an diesem Projekt beteiligt ist, erhält dann Teilaufgaben, die es ihm ermöglichen, das in den Seminaren und Übungen Erlernte praktisch anzuwenden. Die eigenen Kenntnisse werden auf diese Weise intensiviert, auf ihre Umsetzbarkeit im Berufsalltag überprüft und verbessert. Gleichzeitig werden Verantwortungsbe-wusstsein und Qualitätsgefühl gefördert. Mit der Projektarbeit erhalten die Studierenden erste Einblicke in die Abläufe des Theater- und Filmalltags und ein grundlegendes Verständnis für die Wesensarten der einzelnen Berufe. Die für die Theater- und Filmarbeit unabdingbare Teamfähigkeit wird geschult und das methodische und emotionale Feingefühl ausgebildet, das nicht nur in der konkreten maskenbildnerischen Tätigkeit notwendig ist, sondern auch besonders im Umgang mit den darstellenden Künstlern.

Während in der Vorbereitungsphase einer Inszenierung oder einer Filmproduktion die Bewältigung der künstlerischen Prozesse im Vordergrund steht, in der analytische Qualitäten, Phantasie und gegebe­nenfalls die Fähigkeit zu unkonventionellen ästhetischen Lösungen bewiesen werden sollen, muss in den Endproben die Perfektionierung der maskenbildnerischen Ausführung trainiert werden, damit zur Premiere ein professionelles Endergebnis vorliegt. Alle maskenbildnerischen Tätigkeiten werden von den Studierenden ausgeführt, und so erhält ein Studierender des Bachelor-Studiengangs innerhalb der Projekt­arbeit beispielsweise auch die Möglichkeit, die Solo-Maske zu übernehmen oder Spezialeffekte einzu­schminken, während ein Maskenbildnervolontär am Theater üblicherweise nur die kleineren Aufgaben übernehmen darf. Der didaktische Wert der Betreuung von Folge­aufführungen liegt darin, die Studierenden an den Berufsalltag mit wechselnden Arbeitszeiten einschließlich Wochenend­diensten heranzuführen sowie die Reproduzierbarkeit der erarbeiteten künstlerischen Lösungen zu erhöhen. Gleichzeitig impliziert diese Aufgabe einen wesentlichen Aspekt der Wahrnehmungsschulung, der unabdingbar für die Arbeit in einem visuell ausgerichteten künstlerischen Beruf ist.

Gastspiele der Bayerischen Theaterakademie, etwa zu Festivals oder bedingt durch die Kooperation mit anderen Theatern, ermöglichen den Studierenden Einblicke in die Arbeitsbedingungen an verschiedenen Häusern.

Die Teilnahme an Filmprojekten wird in erster Linie durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München gewährleistet. Hierbei ist man allerdings abhängig von den Angeboten der Hochschule für Fernsehen und Film. Es wird von Seiten des Bachelor-Studiengangs Maskenbild angestrebt, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Im 3. Studienjahr besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, an externen Projekten oder Praktika teilzunehmen, wenn auf diese Weise die Mitarbeit an einem künstlerisch hochwertigen Prozess garantiert ist und die Studierenden durch die Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren, Ausstattern und Maskenbildnern die Gelegenheit erhalten, an künstlerischen Prozessen und Erfahrungen zu partizipieren, die ihnen im Rahmen des Studienbetriebs nicht geboten werden können. Die Teilnahme an einem solchen externen Projekt oder Praktikum muss in Absprache und im Einvernehmen mit der Studiengangs­leitung geregelt werden.

 

nur eine transparente Linie
eMailImpressumSeitenanfang
nur eine transparente Linie