Jahresthema 2011/12
Wir und die, ich und der
Man nimmt sich mit, wohin man gehtErnst Bloch, Tübinger Einleitung in die Philosophie, 1963
Das übergreifende Jahresthema ist diesmal "Der Andere". Die verschiedenen Unterrichtsfächer beziehen sich in ihrer Themenstellung darauf. "Der Andere" kann Held, Verlierer, Geächteter, Außenseiter, Diktator, Fremder, Freund, Flüchtling, Narr, Opfer, Retter und Rächer sein. Jeder kann zum Anderen werden. Die Theaterstücke William Shakespeares spiegeln die ganze Palette: Shylock, Richard III., Heinrich V., Rosalind, Othello, Lady Macbeth, Falstaff gehören dazu. Wir beschränken uns natürlich nciht auf Shakespeare. In Westernfilmen spielen Outlaw und Retter eine exemplarische Rolle. Auf der Bühne übernehmen die Perser, Parsifal, die Jungfrau von Orleans und der Andri in Frischs "Andorra" diese Rolle. Zu Beginn des Semesters findet ein Projekttag zur Einführung statt. Dozenten stellen das Thema unter verschiedenen Apekten vor. Angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation kann das Thema spannend und konstruktiv werden.
Prof. Dr. Kathinka SchreiberFach Semiotik
Im Theater ist der Andere zumeist auch der Fremde. Denn erst Fremdheit verleiht ästhetischem Schaffen innovative Kraft und überraschende Effekte. Andererseits: Wird das Andere zum Selbstzweck, zerfällt das Werk zur Belanglosigkeit und wirkt beliebig. Anhand von Texten, Inszenierungen und Kunstwerken trainieren wir unser Gespür für eine Ästhetik wirkungsvoller Andersartigkeit.
Dr. Daniel HornuffFach Ästhetik



