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KULTURKRITIK STUDIUM: Ausbildung zur Kulturjournalistin / zum Kulturjournalisten im Bereich Theater-, Film- und Fernsehkritik

Ergänzungs-Studiengang der Hochschule für Fernsehen und Film München

Leitung: Prof. Dr. C. Bernd Sucher

Voraussetzungen zur Aufnahmeprüfung: Abschluss (Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen, Promotion und vergleichbare ausländische Abschlüsse) an einer Universität oder einer Kunsthochschule. Dieser Nachweis, ein Lebenslauf, je eine Kritik aus den Bereichen Schauspiel/Musiktheater und Film/Fernsehen sowie die im Bewerbungsbogen genannten Zeugnisse sind bei einer Bewerbung vorzulegen. Bereits in Zeitungen, Hörfunk- oder TV-Stationen publiziert oder hospitiert zu haben, ist nicht zwingend erforderlich.
Bewerbungsfrist zur Aufnahmeprüfung bis spätestens 15. Juli 2014 (Poststempel).
Aufnahmeprüfung Ende Juli / Anfang August 2014 findet eine dreitägige Eignungsprüfung mit jenen Bewerbern statt, die dazu eingeladen werden.
Studiendauer 2 Jahre / 4 Semester. Das Studium ist ein Vollzeitstudium, sich parallel dazu den Lebensunterhalt zu verdienen, ist gleichwohl möglich. Der zeitliche Aufwand für das Studium schwankt im Einzelfall, abhängig davon, welcher Anteil der theoretischen Ausbildung noch in diesem Aufbaustudiengang absolviert werden muss.
Beginn des Kulturkritik Studiums Jährlich zum Wintersemester
Abschlussprüfung Journalistische Abschlussarbeit, schriftliche und mündliche Prüfung
Abschluss Die Abschlussprüfung besteht aus einer Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung, in die Note fließt auch die Qualität der Beteiligung an der Kulturzeitung der Akademie, die von den Studierenden regelmäßig hergestellt wird.
Das Studium wird mit einem bewerteten Zertifikat abgeschlossen.

Allgemeines

BITTE BEACHTEN SIE DIE WEITEREN HINWEISE ZUR AUFNAHMEPRÜFUNG ZUM DOWNLOADEN AUF DER RECHTEN SEITE

 

Den Ergänzungsstudiengang „Theater-, Film- und Fernsehkritik“ an der Bayerischen Theaterakademie in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München gibt es seit dem Wintersemester 1997/98. Er wird geleitet von Prof. Dr. C. Bernd Sucher, bis 2005 Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung und Autor der ab 2006 jährlich erscheinenden Kritiken-, Glossen- und Essay-Sammlungen "Theater-Schlachten".
In diesem auf zwei Jahre angelegten Studiengang werden die Teilnehmer in praktischen Übungen und Schreibseminaren an die Arbeit des Theater-, Film- und Fernsehkritikers herangeführt. Zudem werden sie sowohl an Seminaren des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Ludwig-Maximillians-Universität München, der Hochschule für Fernsehen und Film und der Hochschule für Musik und Theater teilnehmen.
Ziel des Ergänzungsstudiums ist es, zukünftige Kulturjournalisten zugleich in Theorie und Praxis auszubilden, und zwar in einem Maß, das über das Angebot der Journalistenschulen, der Universitäten und Hochschulen hinausgeht, die sich allesamt nur peripher mit Kulturjournalismus beschäftigen können.

Organisation

Eine theoretische Grundausbildung in allen angebotenen Bereichen ist für die Studierenden obligatorisch. Je nach Spezialisierung auf Schauspiel-, Musiktheater- oder Film- und Fernsehkritik weicht das Studienprogramm der einzelnen Studierenden aber vor allem im zweiten Studienjahr voneinander ab. Die praktischen Ausbildungsteile sind in jedem Fall verpflichtend. Einschlägige Leistungen, die vor dem Ergänzungsstudiengang erbracht wurden, können der Studienleitung zur Anerkennung vorgelegt werden.

Zeitlicher Aufwand

Das Studium ist ein Vollzeitstudium, sich parallel dazu den Lebensunterhalt zu verdienen, ist gleichwohl möglich. Der zeitliche Aufwand für das Studium schwankt im Einzelfall, abhängig davon, welcher Anteil der theoretischen Ausbildung noch in diesem Ergänzungsstudiengang absolviert werden muss.

Vorausetzung und Bewerbung

Voraussetzung für die Aufnahmeprüfung ist ein Abschluss (Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen, Promotion und vergleichbare ausländische Abschlüsse) an einer Universität oder einer Kunsthochschule. Dieser Nachweis, ein Lebenslauf, je eine Kritik aus den Bereichen Schauspiel/Musiktheater und Film/Fernsehen sowie die im Bewerbungsbogen genannten Zeugnisse sind bei einer Bewerbung, die bis spätestens 15. Juli 2014 in der Bayerischen Theaterakademie eingehen muss (Poststempel), vorzulegen. Ende Juli / Anfang August 2014 findet eine dreitägige Eignungsprüfung mit jenen Bewerbern statt, die dazu eingeladen werden.

Bereits in Zeitungen, Hörfunk- oder TV-Stationen publiziert oder hospitiert zu haben, ist nicht zwingend erforderlich.

Abschluss

Die Abschlussprüfung besteht aus einer Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung, in die Note fließt auch die Qualität der Beteiligung an der Kulturzeitung der Akademie, die von den Studierenden regelmäßig hergestellt wird.

Das Studium wird mit einem bewerteten Zertifikat abgeschlossen.

Kann man lernen, Kunstwerke zu kritisieren?

Immer wieder dieselben zwei Fragen: Kann man lernen, Kunstwerke zu kritisieren? Kann man diese Fähigkeit lehren? Die Antworten: Zweimal ein entschiedenes Ja! Kritik – also die Kunst der Unterscheidung – lässt sich lernen und lehren.
Was erwartet die an kulturellen Vorgängen interessierte Öffentlichkeit von Autoren im Feuilleton, in den Redaktionen von Funk und Fernsehen? Gewiss: Bildung und Informiertheit. Ebenso gewiss: Denk- und Formulierungsvermögen. Bildung erwirbt man (hoffentlich) in der Schule, (vielleicht) an der Universität und (bestimmt) in den gezielten Seminaren, Vorlesungen und Kolloquien dieses Aufbaustudiengangs „Theater-, Film- und Fernsehkritik“. Das Schreiben, die Lust, mit Worten zu spielen, zu jonglieren, zu experimentieren, wird in speziellen Übungen trainiert, täglich. Alle Formen, die das Feuilleton kennt, werden ausprobiert und perfektioniert: der Kommentar, die Glosse, der Nachruf, die Reportage, das Interview, der Essay und die Kritik. Der Studiengang hat seit seinem Bestehen allein durch die Karrieren, die Abgänger vorweisen können, bewiesen, dass die Ausbildung – als viersemestriges Studium immer noch einmalig im deutschsprachigen Raum – effizient ist und Erfolg verspricht.
Dennoch, machen wir uns nichts vor: Die noch nicht überwundene Krise der Tages- und Wochenzeitungen zeitigt neue Aufgaben für den Studiengang. Zumal die inhaltlichen Veränderungen, die die überregionalen Feuilletons durchgemacht haben, nicht mehr allein den spezialisierten Theater-, Film-, Fernseh-, Ballett-, Musik-, Kunst- und Literaturkritiker erfordern, sondern mehr als den Rezensenten den Journalisten, der sich für keine Aufgabe zu gut ist und auch spartenübergreifend arbeitet. Vor allem muss er sich – nachdem das Feuilleton zu tagespolitischen und naturwissenschaftlichen, zu historischen und gesellschaftlichen Problemen sich äußert, Debatten anregt und austrägt – kundig machen, was in anderen Gebieten geschieht, also auch in den anderen Ressorts einer Zeitung, einer Rundfunk- oder Fernsehanstalt. Auf diese veränderten Arbeitsbedingungen haben wir reagiert, denn schließlich holten inzwischen auch die Regional- und die Boulevardzeitungen in den großen Städten diese Entwicklung nach, wenn auch in bescheidenerem Maße.
Wir müssen also den jungen Menschen, die nach einem mit Magister, Diplom oder Promotion  abgeschlossenen Studium sich zu dieser Weiterbildung entschließen, mehr bieten als es die Universität zu leisten vermag. Gezielt arbeiten wir berufsorientiert journalistisch, sparten- und medienübergreifend. Aus diesem Grund werden zusätzlich regelmäßige Blockseminare von Fernseh- und Rundfunkjournalisten und Feuilletonisten der bedeutenden deutschsprachigen Zeitungen angeboten. Das heißt, die Studenten werden nicht nur vorbereitet auf einen Beruf in den Printmedien, sondern sollen darüber hinaus für die Arbeit in anderen Medien gerüstet sein. Selbst für Berufe, in die zunehmend Journalisten abwandern; nicht zuletzt, weil in den öffentlich rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten Redaktionsstellen ebenso abgebaut werden wie die Positionen für freie Mitarbeiter. Warum also sollte einer, der gebildet ist, sich auskennt in den darstellenden Künsten und im Film, nicht in den Abteilungen der public relations von Theatern, Filmproduktionsfirmen oder Kulturreferaten Erfolg haben?
Wie sehr die Entlassungen, die selbst die größten Verlage in den vergangenen Jahren durchgesetzt haben, junge Menschen verunsichern, zeigen die Briefe und die Bedenken der Bewerber. Man kann dieser extrem schwierigen Situation nur begegnen mit noch besserer, breit gefächerter Ausbildung. Dazu zählt auch – in dem großen, erweiterten Europa, der Blick über die Grenzen. Dazu zählt ebenso die Kenntnis von Fremdsprachen zu erwerben – nur mit der deutschen und englischen Sprache kommt keiner heute mehr weit in diesem Metier.

C. Bernd Sucher

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