Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräu Stipendium ins Leben gerufen
Förderung für den Schauspiel-Nachwuchs
Was aufs Spiel setzen
Schauspiel ist faszinierend: Sobald der Vorhang sich öffnet, beginnt ein unsichtbares Zusammenspiel aus Publikum und Schauspielern, eine intensive Beziehung auf Zeit, die uns bewegt und starke Emotionen weckt. Was uns als Zuschauer in den Bann zieht, ist für die Schauspieler harte Arbeit. Sie verkörpern mit Leib und Seele ihre Rollen und finden und erschaffen sich kontinuierlich neu. Um diese Fähigkeiten zu entwickeln, brauchen junge Menschen eine exzellente Ausbildung wie sie die Bayerische Theaterakademie August Everding bietet. Seit 2004 engagiert sich Hofbräu München deshalb für die Nachwuchsförderung des Studiengangs Schauspiel. 2007 wurde erstmalig das Hofbräu-Stipendium vergeben. Auch 2011 startete wieder ein neuer Jahrgang mit Hofbräu-Stipendiaten, darunter viele Erstsemester. In der Spielzeit 2010/2011 konnten von Hofbräu München zur Freude des Publikums zwei innovative Projekte präsentiert werden: Das neue Stück „tier. man wird doch bitte unterschicht“ des jungen oberösterreichischen Autors Ewald Palmetshofer und Kurt Weills American Opera „Street Scene“ als studiengangsübergreifendes Projekt. Wie wichtig und nachhaltig diese Förderung ist, zeigt der Erfolg: Alle Hofbräu-Stipendiaten der letzten Jahrgänge haben feste Engagements an bekannten Bühnen bekommen wie Claudia Carus am Salzburger Landestheater. Oder Dimitrij Schaad, der fest zum Bochumer Schauspielhaus-Ensemble gehört und sich über den Nachwuchspreis beim NRW Theatertreffen 2011 freuen kann. Es bereichert uns als Förderer sehr, wenn sich junge Schauspieler zur Freude am Spiel auch ein wirtschaftliches Standbein aufbauen können. Denn die Schauspielerei ist ein Beruf, der viel fordert und verlangt. Man muss ein Wagnis eingehen, etwas aufs Spiel setzen. Doch der Gewinn ist hoch – für Schauspieler und Publikum.
Im Herbst 2010 wurden die Hofbräu-Stipendien an acht Schauspielstudierende vergeben: (v. li. : Anja Bierwisch, Daron Zakaryan, Fanny Krausz, Kim Bormann, Prof. Klaus Zehelein, Dr. Michael Möller, Prof. Jochen Schölch, Alexander Sablofski, Maria Weidner, Béla Uhrlau, Kevin Körber, Heiner Bomhard, Claudia Carus)




