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Wiener Blut (Premiere: 29.10.2008)

Operette in drei Akten von Johann Strauß

Text von Viktor Léon und Leo Stein
Musik von Johann Strauß, arrangiert von Adolf Müller (jun.)
Fassung für sechs Konzertflügel von Curt Gold und Herbert Wernicke

Premiere: 29. Oktober 2008, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 30. Oktober, 5., 8., und 11. November 2008,
jeweils 19.30 Uhr
9. November, 15 Uhr
Werkeinführungen jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Großes Haus

Musikalische Leitung: Siegfried Mauser
Inszenierung: Renate Ackermann
Bühne: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez
Dramaturgie: Christiane Plank-Baldauf
Choreographie: Katja WachterAn den Flügeln: Masha Khotimski, Siegfried Mauser, Mamikon Nakhpetov, Angelines Rubio, Sebastian Seel, Serena Stella

Mit Benjamin Appl/Giorgos Kanaris, Brigitte Bayer/Magdalena Hinterdobler, Marko Cilic/Marc Megele, Miriam Clark/Bianca Koch, Dimitrios Flemotomos/Nam Won Huh, Stefan Mühlbauer, Ulyana Regener/ Franziska Roth/Maria Pitsch, Maria Sushanskyy/Carolina Ullrich

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit den Studiengängen Gesang/Musiktheater und Klavier/Liedbegleitung.

In Koproduktion mit dem Staatstheater Darmstadt.

Im Jahre 1815 wird Wien zum denkwürdigen Schauplatz eines Kongresses, auf dem die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen beschlossen werden soll. Doch es geht nicht nur um Politik. Denn schon bald bestimmen erotische Feldzüge, amouröse Grenzstreitigkeiten mit nachfolgenden Friedensverhandlungen den Zeitplan der anwesenden Fürsten und Diplomaten. Man eilt von Veranstaltung zu Veranstaltung, von einem Fest zur nächsten Redoute, man „tanzt und kommt doch nicht vorwärts", so beschreibt es der Fürst von Ligne.

In Johann Strauß’ Operette Wiener Blut ist es Balduin Graf Zedlau, der Gesandte des thüringischen Fürstentums Reuß-Schleiz-Greiz, den die Kongress-Akten zu langweilen beginnen und der sich nun auf dem erotischen Parkett versucht. Seine junge Gattin Gabriele, der das Leben an der Seite ihres bislang bieder-provinziellen Ehemannes schon nach kurzer Zeit unerträglich wurde, hat sich in ihr Elternhaus zurückgezogen. Die eheliche Villa steht Balduin somit zur freien Verfügung. Hier hat er für sich und seine Geliebte, die Tänzerin Franziska Cagliari, ein Liebesnest eingerichtet. Sein neuer Eroberungsfeldzug gilt Pepi Pleininger, der Braut seines Kammerdieners Josef. Als Balduins oberster Dienstherr, der Premierminister Ypsheim-Gindelbach, in diese Situation glättend einzugreifen versucht, geraten die „territorialen Ansprüche" endgültig durcheinander... Das innenpolitische Ergebnis der Liebesabenteuer ähnelt dem des Wiener Kongresses: Restauration der alten Verhältnisse, mit kurzzeitigen freiheitlichen Selbstbestimmungsversuchen. Schuld an allen Verwechslungen und Missverständnissen hat allein das „Wiener Blut"!

Wiener Blut  ist das letzte Bühnenwerk des Walzerkönigs Johann Strauß. Es wurde von dem versierten Theaterkapellmeister Adolf Müller jun. aus zahlreichen Strauß’schen Tanzkompositionen – Walzern, Polkas, Mazurken und Quadrillen – in der Art eines Pasticcios zusammengestellt. Der Aufführung im Prinzregententheater liegt die Fassung von Curt Gold und Herbert Wernicke für sechs Flügel zugrunde.

Die musikalische Leitung übernimmt Siegfried Mauser, Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, der sich nicht nur als Pianist, Kammermusiker und Liedbegleiter einen Namen gemacht hat, sondern auch durch seine musikwissenschaftlichen Veröffentlichungen. Die Regisseurin der Produktion, Renate Ackermann, inszenierte u.a. in Stuttgart, Basel, Amsterdam und Mexico City und gründete das Institut für Musiktheater an der Hochschule für Musik und Theater Karlsruhe. Seit Herbst 2006 ist sie Szenische Leiterin des Studiengangs Gesang/Musiktheater an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie. Mit dem Bühnenbildner Heinz Balthes und dem Kostümbildner José-Manuel Vázquez, die u.a. an den Opernhäusern in Berlin, Strasbourg, Houston/Texas sowie bei den Salzburger Festspielen und dem Festival d’Avignon tätig waren, hat sie bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet. Die Mitwirkenden studieren Gesang im Haupt- und Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater München und an der Bayerischen Theaterakademie. Einige von ihnen sind Teilnehmer und Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Karten über  www.theaterakademie.de, Tel: (089) 2185-1970 und an der Abendkasse

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