Ein Sommernachtstraum (WA 24.10.2008)
Wiederaufnahmepremiere: Freitag, 24. Oktober 2008, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen am 25.Oktober, 4., 7., 8. und 9. November 2008,
jeweils um 20 Uhr
26. Oktober 2008, 16 Uhr
Akademietheater im Prinzregententheater
(Zugang über die Lucile-Grahn-Straße oder Zumpestraße)
Inszenierung: Jochen Schölch
Bühne: Jochen Schölch und Christl Wein,
Kostüme: Christl Wein
PUCK / PHILOSTRAT Franziska Herrmann
HIPPOLYTA / TITANIA Sonja Isemer
DEMETRIUS / ZETTEL Frederic Linkemann
THESEUS / OBERON Christoph Müller-Leonhardt
LYSANDER / FLAUT /
ELFE Dimitrij Schaad
HERMIA / RUTH Julia Sontag
HELENA / SQUENZ Isa Weiß
Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Schauspiel (Leitung: Prof. Jochen Schölch)
Nach dem großen Erfolg dieser Produktion, die die Studierenden des 3. Jahrgangs des Schauspielstudiengangs im Sommer unter freiem Himmel im Innenhof der Alten Münze in Münchens Innenstadt aufgeführt haben, wird der „Sommernachtstraum" im Herbst wieder aufgenommen und ab 23. Oktober 2008 noch siebenmal im Akademietheater im Prinzregententheater aufgeführt.
Die Liebe ein Traum? Traumgleich, schwebend leicht beginnt die Liebe, alles scheint möglich, jede Begegnung wird zum Versprechen. Aber der Tag verdrängt die Nacht, die Traumbilder gerinnen zu starren Formen, die Erinnerungen entschwinden. Manchmal jedoch bleibt etwas zurück, setzt sich hartnäckig fest, will mehr sein als bloßes Hirngespinst. Im Schutz der Dunkelheit verschwimmen die Konturen, verwischen die Spuren, entfalten sich die Begierden.
Shakespeares Komödie zeigt Paare in verschiedenen Phasen der Liebe. Vier junge Menschen, die sich willig hineinziehen lassen in den unberechenbaren Sog eines Gefühls, dessen Intensität und Unbedingtheit keine Zweifel an der Wahl des Partners erlauben. Doch der Mensch wandelt sich und mit ihm seine Empfindungen. Die erste große Liebe wird schnell zur ersten großen Enttäuschung, die Reinheit des Gefühls weicht den Widrigkeiten der Wirklichkeit. Theseus, der Herrscher Athens, und die Amazonenkönigin Hippolyta stehen kurz vor dem Vollzug der Hochzeit als Fixierung und Institutionalisierung der bestehenden patriarchalischen Ordnung. Die Elfenkönige Oberon und Titania sind bereits verheiratet und nun vor allem mit Macht- und Intrigenspielen beschäftigt, aus einem Mit- und Füreinander ist ein Gegeneinander geworden. Ein ernüchterndes Bild würde sich bieten, wenn nicht der Traum wäre, der die Protagonisten aus den Fängen unnachgiebiger Umstände befreit. Ein Traum, vor dessen Hintergrund die Realität lediglich als eine - nicht zwangsläufig beste - Möglichkeit unter vielen erscheint. Im Theater wie auch im Stück selbst mischen sich die verschiedenen Ebenen, exemplarisch vorgeführt von einer Truppe Handwerker, deren Aufführung auf ihre Art dem illusionären Vermögen des Spiels huldigt. Denn auch darin verbirgt sich ein Potential des Traums: das Ideal, den Zauber und die Energie eines unbedarften Anfangs in den Tag hinein zu retten. Falls es gelingt, ihn nach dem Erwachen nicht zu vergessen.
Karten über www.theaterakademie.de, Tel: (089) 2185-1970 und an der Abendkasse




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