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Radames

Kammeroper von Peter Eötvös (1976) mit Arien aus Giuseppe Verdis „Aida"

Premiere: Samstag 29. März 2008, 21Uhr
Weitere Vorstellungen: 31. März, 4. April 2008, 21 Uhr
5. April 2008, 21.30 Uhr
Hauptbühne des Großen Hauses - Eingang über Akademietheater
WErkeinführung jeweils um 20.15 Uhr im Akademiestuio
Werkeinführung am 5. April: 20.45 Uhr

Musikalische Leitung: Joachim Tschiedel
Inszenierung: Renate Ackermann
Bühne: Stefan Wintersberger
Kostüm: Lisa Mohini Müller, Takako Senda
Dramaturgie: Patricius Mayer
Mit Miriam Clark, Sebastian Campione, Tomo Matsubara, Roland Schneider

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang, Musiktheater

Hauptbühne / Großes Haus - Eingang über AkademietheaterWerkeinführung um 20.15 Uhr im Opernstudio

Eine Opernprobe von Aida steht auf dem Plan. Das Theater muss sparen, wo es nur kann. Wegen der Kürzungen im Orchesteretat stehen nur noch drei Musiker zur Verfügung. Der Dirigent muss selbst vom Klavier aus dirigieren, das aus musikpragmatischen Gründen ein elektrisch betriebenes darstellt, damit er auf diese Weise wenigstens ab und zu ein paar Geigen in Verdis Musik miteinfließen lassen kann. Da er von seinem Gehalt nicht mehr leben kann, ist er gezwungen, in der Pause Kaffee und Kuche anzubieten.

Als Darsteller steht ein Countertenor zur Verfügung, da dieser sowohl die Aida in seiner Falsettlage, als auch den Radames in seiner normalen Lage singen kann.

Damit das perfekte Kunstwerk entstehen kann, sind aber drei Regisseure engagiert. Neben dem Schauspielregisseur und dem Opernregisseur wurde zusätzlich ein Filmregisseur herbeigeholt, damit die Produktion der Oper sogleich durch den DVD-Verkauf finanziert werden kann. Zum gleichen Zeitpunkt arbeiten alle drei Regisseure mit dem einen und einzigen Darsteller. Synergieeffekte erzielen, heißt die Devise, auch in der Kunst!

Geprobt wird ein dramaturgisch vollkommen willkürlich zusammengestelltes Wirrwarr verschiedenster Szenen- und Dialogversatzstücke. Der einzige Zusammenhang zwischen den jeweiligen Sequenzen ist das Leiden des Radames und seiner geliebten Aida. Wenn zum Schluss die Sterbeszene des Radames geprobt wird, bricht der Darsteller unter dem zu großen Druck der Regisseure selbst zusammen. Sein Tod wird zum künstlerischen Höhepunkt, jedoch stirbt mit ihm auch der gesamte Opernbetrieb.

Peter Eötvös gehört zu den meistaufgeführten zeitgenössischen Musiktheaterkomponisten der heutigen Zeit. Radames aus dem Jahre 1976 stellt seine erste Kammeroper dar. Renate Ackermann, die seit über 25 Jahren als Regisseurin an den verschiedensten Opernhäusern der Welt tätig ist (Amsterdam, Basel, Mexiko City, Stuttgart, Strasbourg, Riga, Rio de Janeiro, Sao Paolo…), inszeniert das Projekt Radames meets Aida zusammen mit den Studierenden der Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Theater München.

Karten € 13 / erm. € 8 an allen Tageskassen der Bayerischen Staatstheater , Tel: (089) 2185-1970 und unter www.theaterakademie.de

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