Fredegunda
Oper von Reinhard Keiser
Münchner Erstaufführung
Premiere: 8. Februar 2007, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen:10.,13.,14., 21. und 25. Februar 2007, 19:30 Uhr
Prinzregententheater
Musikalische Leitung Christoph Hammer; Inszenierung Tilman Knabe; Bühne Wilfried Buchholz; Kostüme Gabriele Rupprecht
Dramaturgie Corinna Tetzel; Neue Hofkapelle München
Fredegunda: Dora Pavlikova a. G.* Maria Erlacher a.G.
Chilperich: Tomi Wendt a. G.*, Johannes Wimmer a. G.
Galsuinde: Bianca Koch, Sonja Leutwyler
Bazina: Katja Stuber, Johanna-Maria Zeitler
Hermenegild: Tomo Matsubara, Julian Pregardien a. G.**
Landerich: Tobias Haaks, Sebastian Schmid a. G.*
Sigibert: Christian Eberl, Michael Kranebitter
(Besetzung in alphabetischer Reihenfolge)
* Studierende der Hochschule für Musik und Theater Nürnberg-Augsburg / Abteilung Augsburg
** Student der Hochschule für Musik Freiburg
Chilperich, König des westlichen Frankenreichs, soll aus Gründen der Staatsräson die westgotische Prinzessin Galsuinde heiraten. Seine Mätresse Fredegunda, die selbst den Thron besteigen will, zettelt bei Ankunft der Kontrahentin ein perfides Intrigenspiel an. Trotz ihrer „Zauberkräfte" muss Fredegunda sich schließlich geschlagen geben. Das Herrscherpaar wird gemäß barocker Konvention bejubelt, Fredegunda tötet sich.
Die Uraufführung der Fredegunda 1715 an der Hamburger „Oper am Gänsemarkt" war ein Sensationserfolg. Über 20 Jahre stand Keisers Werk auf dem Spielplan und war damit eines der meistgespielten seiner Zeit. Die Vorlage lieferten der Librettist Francesco Silvani und der Komponist Francesco Gasparini mit ihrer 1704 entstanden Oper La Fredegonda, die ausgehend von den politisch instabilen Verhältnissen am Hofe des Frankenkönigs Chilperich I. im 6. Jahrhundert die Historie zu einer phantastischen und intrigenreichen Handlung um- und weiterspinnt. Johann Ulrich von Königs deutsche Bearbeitung, die einzelne Arien in italienischer Sprache übernimmt, bildet das Libretto zur Oper Reinhard Keisers, der als Hauskomponist über Jahrzehnte das musikalische Geschehen der Hamburger Bühne dominierte.
Die Münchner Erstaufführung der Fredegunda unter dem Dirigat Christoph Hammers mit der Neuen Hofkapelle München soll in der Inszenierung Tilman Knabes auch einen Beitrag zur Wiederentdeckung Reinhard Keisers leisten. Knabe, Absolvent des Studiengangs Regie der Hochschule für Musik und Theater München, hatte bereits 2001 an der Staatsoper Stuttgart mit Keisers Masaniello furioso ein Werk des deutschen Meisters der Barock-Oper „in einer prallen, hintersinnig komischen Inszenierung (Klaus Kalchschmid)" fulminant auf die Bühne gebracht. Mitwirkende sind Studierende der Hochschule für Musik und Theater München, der Hochschule für Musik und Theater Nürnberg-Augsburg / Abteilung Augsburg, der Hochschule für Musik Freiburg sowie Absolventen der Manhatten School of Music und des Mozarteums.
Pressestimmen:
Focus Online: http://www.focus.de/kultur/kunst/theater_nid_44315.html
Gastspiele:
Schauspielhaus des Badischen Staatstheaters Karlsruhe:
28.02.2007, 19:30 Uhr
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth:
28. und 29. 09.2007, 19:30 Uhr
Bayerische Theaterakademie, Hochschule für Musik und Theater, Studiengang Gesang/Musiktheater, Theater Bremen




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