Bremer Freiheit
Frau Geesche Gottfried
Schauspiel von Rainer Werner Fassbinder
Premiere am Freitag, 12. Januar 2007, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 13., 14., und 15. Januar 2007, 20 Uhr
Inszenierung: Verena Stoiber; Bühne: Evelyn Hribersek; Kostüme: Constanze Knapp; Dramaturgie: Sofie Canins
Geesche Gottfried: Franziska Beyer; Miltenberger: Pablo Sprungala; Timm: Ferdinand Dörfler; Mutter: Berit Fromme; Gottfried: Jochen Paletschek; Zimmermann: Jörn Kolpe; Rumpf: Sven Hussock; Johann: Martin Wißner; Bohm: Franck Schindler; Luisa Mauer: Anne Bommer; Pastor Markus: Dolf Muhle-Karbe; Johanna, Geesches Kind: Elisabeth Berlinghof
„Das Stück erzählt von einer Frau, die im falschen Moment richtige Wünsche hat" (Rainer Werner Fassbinder) und die an einem Zeitpunkt in ihrem Leben angekommen ist, an dem sie für sich nur noch eine Möglichkeit sieht, ihre Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen. Unterdrückt und gedemütigt rächt Geesche Gottfried sich an einer Gesellschaft, die sie einst zum Opfer machte. Ein Todesreigen beginnt, doch auf Geesche fällt kein Verdacht. Wie so oft werden Hilferufe überhört und selbst im Vorfeld angekündigte Taten nicht ernstgenommen.
Serienmörder töten solange, bis sie entdeckt werden. Oft scheinen sie auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit zu sein. Viele fühlen sich als Unterdrückte und Verlierer in einer Gesellschaft, die immer höhere Ansprüche stellt.
Zwar mag es Geesche Gottfried gelingen, sich auf grausame Weise von den sie einengenden äußeren Umständen zu befreien. Innerlich bleibt sie jedoch gefangen von dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung und dem Zwang, sich eine Stellung in der Gesellschaft erkämpfen zu müssen, aus der sie gleichzeitig zu fliehen versucht.
Nach einer wahren Begebenheit.
Bayerische Theaterakademie / Hochschule für Musik und Theater München / 3. Jahrgang Studiengang Regie




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