Xerxes
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
In italienischer und deutscher Sprache
Premiere: Donnerstag, 20. April 2006, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellung am 21. April 2006, 20.00 Uhr
Reaktorhalle, Luisenstraße 37 A
Inszenierung: Balázs Várnai
Musikalische Leitung: Peter Stangel
Bühne: Alexander Corrazzola
Kostüme: Lena Gätjes
Licht: Michael Bauer
Dramaturgie: Nadine Göpfert, Damaris Nübel
Maske: Studiengang Maskenbild
Xerxes: Susanne Tarr
Arsamenes: Nicholas Hariades
Amastris: Katrin Haube
Romilda: Sophia Brommer
Elviro: Matthias Ludwig
Produktion der Bayerischen Theaterakademie August Everding / Diplominszenierung des Studiengangs Regie der Hochschule für Musik und Theater
Xerxes ist verliebt. Zunächst in einen Baum, dann in die schöne Romilda.
Romilda ist verliebt. Ihr Herz schlägt für Arsamenes, Xerxes’ Bruder.
Arsamenes ist verliebt. Er ist Romildas heimlicher Liebhaber.
Atalanta ist verliebt. Sie begehrt Arsamenes, ihren Schwager in spe.
Amastris ist verliebt. Sie ist Xerxes’ verschmähte Verlobte.
Liebe als Motor einer barocken Intrigenhandlung ist nichts Neues. Doch bei Georg Friedrich Händels Dramma per musica Xerxes von 1738 geht es um weit mehr als um komplizierte Liebesverwicklungen, die in einer Hochzeit enden müssen. Nicht Liebe sondern Liebesmangel treibt die Handlung voran. Zwischen verliebt ins Verliebt-Sein und wahren Gefühlen taumelnd, versuchen sich die Figuren eine Identität zu erschaffen, die sie von allen anderen abgrenzt. Das Leben ist ein Cat-Walk, Gefühle werden wie in einem Schaufenster ausgestellt und wer den Dresscode nicht einhält, bleibt außen vor. Bei einem ice-crushed Latte Macchiato caramel-flavoured mit crispy Sahne-Topping wird beobachtet, geflirtet, gestritten und gelitten.
Händel zeichnet das Porträt eines Herrschers, der sich völlig ins Private zurückzieht und sich wenig für den Hellespont interessiert. Die Titelfigur Xerxes hat mit dem historischen Perserkönig nichts gemein. Mit seiner Musik entwirft Händel eine zeitlose Studie über Menschen und deren Sehnsucht sich abzugrenzen, zu lieben und geliebt zu werden.
REX + SEX = XERXES.




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