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Orfeo ed Euridice

(L' anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice)
Dramma per musica von Joseph Haydn (1791)
Text von Carlo Francesco Badini

Premiere: 21. Januar 2006, 20 Uhr
Weitere Vorstellung: 22. Januar 2006, 20 Uhr
Akademietheater im Prinzregententheater


Musikalische Leitung: Ulrich Nicolai
Inszenierung: Eva-Maria Höckmayr
Ausstattung: Angela Loewen
Dramaturgie: Andri Hardmeier
Licht: Michael Bauer

Orfeo: Robert Sellier
Euridice: Monika Lichtenegger
Arcis-Ensemble
Vocal-Ensemble


Produktion der BTA / Diplominszenierung des Studiengangs Regie der HfMT

Zwei Menschen im Spannungsfeld von Liebe und Tod, Sehnsucht und Verzweiflung, Selbstbetrug und Einsamkeit. Zwei Menschen, die erst durch den anderen zu leben glauben und gerade dadurch am anderen zugrunde gehen. Die Geschichte von Orpheus und Eurydike thematisiert die fatale Abhängigkeit eines Paares, die zu dessen völliger Entfremdung führt.

Dem Mythos vom thrakischen Sänger, der mit seinem Gesang die Mächte der Unterwelt bezwingt, dadurch seine Geliebte zurückzugewinnen sucht und schliesslich am Gebot scheitert, sich nicht nach ihr umschauen zu dürfen, kommt in der Musikgeschichte eine herausragende Bedeutung zu. Fast zweihundert Jahre nach der ersten »Orpheus«-Oper vertonte Joseph Haydn diesen Stoff 1791. Zusammen mit seinem Librettisten Carlo Francesco Badini entstand eine Fassung des Mythos, die sich bewusst von den berühmten Vorläufern - namentlich von Ch. W. Gluck - abgrenzt, Eurydike ebenso stark wie Orpheus ins Zentrum der Handlung rückt und damit einen spannenden Blick auf eine Beziehung wirft, die schließlich beide in den Tod treibt.

Das Fragment gebliebene Werk, dessen szenische Uraufführung erst 1951 erfolgte, markiert den Abschluss von Haydns umfangreichem Opernschaffen, das neben dem kammermusikalischen und sinfonischen Werk zu verblassen scheint. Dass es zu Unrecht kaum den Weg ins Repertoire gefunden hat, zeigt gerade diese an musikalischen Schätzen reiche Partitur, die auch innerhalb der zahllosen „Orpheus"-Vertonungen einen besonderen Platz für sich beanspruchen kann.

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