Jewgeni Onegin
Lyrische Szenen in drei Akten (fünf Bildern,1879)
Text von Konstantin Stepanowitsch Schilowski nach dem
gleichnamigen Versroman von Alexander Sergejewitsch Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere I: Freitag, 12. Mai 2006, 19.30 Uhr
Premiere II: Samstag, 13. Mai 2006, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 21., 23., 24. und 30. Mai 2006
Großes Haus
Musikalische Leitung: Ulrich Nicolai / Joachim Tschiedel (23.5.2006); Inszenierung: Florentine Klepper; Bühnenbild: Martina Segna; Kostüme: Eva Butzkies; Chöre: Philipp Amelung; Dramaturgie: Christina Schulze, Corinna Tetzel; Licht: Peter Younes; Maske: Daniela Horn und Saskia Voelk (Stg. Maskenbild)
Besetzung: 12., 21., 24. Mai / 13., 23., 30. Mai
(Änderungen werden durch Abendaushang bekannt gegeben)
Larina: Sonja Leutwyler / Iris Julien
Tatjana: Ida Wallén / Sigrid Plundrich
Olga: Wiebke Damboldt / Misaki Ono
Filipjewna: Alma Wolf / Susanne Drexl
Onegin: Antonio Yang / Hyuk Lee
Lenski: Thomas Helm / Ansgar Matthes
F. Gremin: Marcel Cheong / Miklos Sebestyen
Saretzki und
Hauptmann: Sebastian Campione / Johannes Stermann
M. Triquet: Markus Durst / Anton Leiß-Huber
Statisterie
Chor der Bayerischen Theaterakademie
Symphonieorchester der Hochschule für Musik und Theater München und Mitglieder des Orchesters des Richard-Strauss-Konservatoriums München
Koproduktion der Bayerischen Theaterakademie August Everding, Studiengang Gesang/Musiktheater der Hochschule für Musik und Theater mit dem Opernhaus Halle/Saale
Premiere dieser Inszenierung am Opernhaus Halle/Saale am 19. Januar 2007
Presse
Mit Unterstützung des Staatlichen Hofbräuhauses in München
Die am 29. März 1879 im Maly Teatr [Kleines Theater], Moskau, von ausgewählten GesangsstudentInnen des Konservatoriums in bewusst schlichtem Rahmen uraufgeführte Oper nach dem Versroman (1830) von Alexandr Sergejewitsch Puschkin bildete einen ersten Höhepunkt in Tschaikowskis Laufbahn als Komponist und gehört heute als fester Bestandteil des Opernrepertoires zu den weltweit meistgespielten russischen Opern. Vor einem tönenden Epochenhintergrund ablaufend, liefert diese „bürgerliche Oper" als Gegenentwurf zu den großen historischen oder aber volkstümlich-komischen Opern, die damals an den kaiserlichen russischen Opernhäusern gegeben wurden, ein überzeugendes Kolorit vom Russland der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die unglückliche Liebesbeziehung Tatjanas und Onegins. Die zu Melancholie und Schwärmerei neigende Tatjana und ihre Schwester Olga sind die Töchter der Gutsbesitzerin Larina. Als Olgas Verlobter Lenski zu Besuch kommt, stellt er den Damen seinen alten Freund Onegin vor, der sofort einen tiefen Eindruck auf Tatjana macht. Nach einigem Zögern schreibt sie ihm daher einen Brief, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht. Doch dieser erläutert ihr kühl, dass er zu keiner tieferen menschlichen Bindung bereit sei, und warnt sie vor weiteren unvorsichtigen Gefühlsäußerungen.
Auf dem Ball zu Tatjanas Namenstag spielt Onegin seinem Freund Lenski einen Streich, indem er dessen Verlobten Olga den Hof macht, woraufhin Lenski erbittert das Haus verlässt. Obwohl der Hass aufeinander bald verflogen ist, finden sich die Männer zu einem Duell ein, und Onegin verwundet Lenski mit einem Pistolenschuss tödlich.
Nach einigen Jahren unsteten Wanderns kehrt Onegin in die Gesellschaft zurück und erfährt, dass Tatjana mittlerweile mit dem Fürsten Gremin verheiratet ist. Sie weint, als Onegin in der Tür des Empfangszimmers erscheint und sich ihr zu Füßen wirft. Doch sie erinnert ihn an sein einstiges abwesendes Verhalten und an ihre Pflichten als verheiratete Frau, die es ihr unmöglich machen, seinen Werbungen nachzukommen. Die beiden trennen sich für immer.




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