I Furiosi - Die Wütenden
Ein Theaterspektakel über Fußball und Gewalt
Schauspiel nach dem Roman von Nanni Balestrini
Aus dem Italienischen von Dario Azzellini
Bearbeitung: Silvia Stolz und Jochen Schölch
Premiere: Donnerstag, 16. März 2006, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 17.-19., 28.-30. März, 7.-9. April, 23. und 25. Mai 2006, jeweils um 20.00 Uhr
Metropol-Theater, München-Freimann, Floriansmühlstr. 5
Weitere Informationen, Termine und Kartenbestellung unter www.metropoltheater.com
Inszenierung: Jochen Schölch
Bühnenbild: Hannes Neumaier
Kostüme: Christl Wein
Licht: Benjamin Schmidt
Dramaturgie: Silvia Stolz
Maske: Studiengang Maskenbild der Bayerischen Theaterakademie
Mit Christian Baumann, Raffaele Bonazza, Sven Hussock, Felix Kuhn, Klaus Meile, Philipp Moschitz, Tristan Seith, Pablo Sprungala und Atef Vogel
Koproduktion der »Schölch u.a. GbR I furiosi« und der Bayerischen Theaterakademie / Studenten des 2. Jahrgangs im Studiengang Schauspiel der Hochschule für Musik und Theater
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
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dröhnt es von der Tribüne des Fußballstadions. Die Fans feuern mit Chören, Fahnen, Transparenten, Fackeln, Trommeln ihren Verein an: den AC Mailand. Ein gewaltiges, betörendes Schauspiel, das sich in der Kurve abspielt. Unter den Fans auch die Rotschwarzen Brigaden. Während es der Mannschaft auf dem Feld um sportlichen Sieg geht, verlagern sie den Schauplatz auf ein Außerhalb des Stadions. Nach der regulären Spielzeit geht es um ihren Sieg über den gegnerischen Club. Ihre Waffe heißt Gewalt. Als Krieger ihres Clubs ziehen die Hooligans im Kollektiv von Stadion zu Stadion. Einer Odyssee gleichen die Fahrten in überfüllten Sonderzügen und maroden Bussen, wo im Drogenexzess der nächsten Schlägerei entgegengefiebert wird.
Der italienische Schriftsteller Nanni Balestrini macht aus seinem Roman I Furiosi eine poetische Prosa. Ohne Punkt und Komma geschrieben, verfasst er Gesänge, die formal den Werken Homers nachempfunden sind. Als neue und andere Helden lässt er die Fußballfans aus den Vorstädten Mailands zu Wort kommen. Er zeichnet ein Bild von Jugendkultur, das nicht unabhängig bleibt von der linken Geschichte Italiens.
Nur scheinbar geht es den Rotschwarzen Brigaden um mehr: Sie sprechen von Demos, Fabrikbesetzungen und politischen Diskussionen. Ihr Ziel jedoch bleibt der Rausch durch eine Gewalt, die gerade deswegen reizvoll ist, da sie kein Ziel in sich trägt. Eine Niederlage außerhalb des Stadions kann und wird es selbst im zweifelhaftesten Sieg nicht geben, denn Wir siegen wir siegen wir siegen denn unser Milan ist stark





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