HAMLET oder nicht Hamlet, das ist hier die Frage
Schauspiel von und nach William Shakespeare
in einer Bearbeitung von Jochen Schölch
Wiederaufnahme am 7. November 2005
Wiederaufnahme
Akademietheater im Prinzregententheater/ Eingang Zumpestraße
Inszenierung und Bühne: Jochen Schölch
Kostüme: Christl Wein
Dramaturgie: Ann-Christin Focke, Berenika Szymanski
Licht: Peter Platz
Maske: Studiengang Maskenbild
Gertrud, Königin: Esther Kuhn
Claudius, König: Anas Ouriaghli
Hamlet, Prinz: Lena Dörrie
Polonius: Benjamin Mergarten
Ophelia: Birthe Wolter
Laertes: Normann Sonnleitner
Rosenkranz: Golo Euler
Produktion der Bayerischen Theaterakademie August Everding
und der Hochschule für Musik und Theater / 3. Jahrgang des Studiengangs Schauspiel
Ophelias Vater ist tot. Ihr Freund Hamlet hat ihn umgebracht.
Laertes Vater ist tot. Der dänische Thronfolger hat ihn umgebracht.
Hamlets Vater ist tot. Der Onkel und jetzige König hat ihn umgebracht. Und die Mutter ist jetzt mit diesem Onkel verheiratet.
Rosenkranz ist tot. Sein Sandkastenfreund Hamlet hat ihn umgebracht.
Fortinbras Vater ist tot. Hamlets Vater hat ihn umgebracht.
Ophelia ertränkt sich im Fluss.
Laertes greift zum Schwert.
Hamlet tut erst mal gar nichts. Woher soll er auch wissen, was in einer solchen Situation zu tun ist.
Rosenkranz hat dieses Problem wenigstens nicht mehr.
Und Fortinbras – wo ist eigentlich Fortinbras? Und Horatio? Warum ist Rosenkranz ganz allein unterwegs?
Ist das hier überhaupt „Hamlet“? „Hamlet. Oder nicht Hamlet, das ist hier die Frage.“ Aber gibt es denn überhaupt noch irgendwelche Gewissheiten? Woran soll man sich halten? Wie entscheiden? Nicht nur Hamlet spürt die Last der Verantwortung. Wenn alle Ampeln auf grün gestellt sind, wird die große Freiheit schnell zur Qual der Wahl.




Zur Übersicht