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Tri Sestri (Drei Schwestern)

Oper in drei Sequenzen von Peter Eötvös

Libretto von Claus H. Henneberg und Peter Eötvös

nach dem Drama von Anton Tschechow

in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Premiere: 8. Februar 2010, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 17., 19. und 21. Februar 2010, 19.30 Uhr

BR „Klassik zum Staunen“: 10. und 11. Februar 2010, 11 Uhr
(Karten über den BRticket-Service oder MünchenTicket)
Großes Haus

Werkeinführung jeweils um 18.45 Uhr im Gartensaal

 

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Co-Dirigent: Joachim Tschiedel

Inszenierung: Rosamund Gilmore

Bühne und Kostüme: Carl Friedrich Oberle

Dramaturgie: Johanna Jordan und Valeska Stern

Münchner Rundfunkorchester

 

 


IRINA: Elvira Hasanagic´
MASCHA: Anna Lapkovskaja
OLGA: Eun-Kyong Lim
NATASCHA: Ines Krapp
TUSENBACH: Benjamin Appl
VERSCHININ: Franz Schlecht a.G.
ANDREJ: Andreas Burkhart
KULYGIN: Yeun-Ku Chu a.G.
DOKTOR: Rouwen Huther a.G.
SOLJONY: Daniel Eggert a.G.
ANFISA: Rainer Siegenthaler
RODÉ: Benno Vogel a.G.
FEDOTIK: Dooseok Kang a.G.
Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang/Musiktheater (Leitung: Prof. Renate Ackermann / Prof. Christoph Adt)

 

 

Die drei Schwestern Irina, Mascha, Olga und ihr Bruder Andrej sehnen sich nach dem Tod ihres Vaters in ihre frühere Heimatstadt Moskau zurück. Die von ihnen als erschöpfend empfundene Alltagsrealität in der Provinz führt zu endlosem Philosophieren und gebiert den Traum, diese geliebte Vergangenheit zur Zukunft zu machen.

Peter Eötvös‘ Oper Tri Sestri war seit seiner Uraufführung 1998 in Lyon bereits in mehr als fünfzehn Produktionen europaweit zu sehen. Die Librettobasis bildet Anton Tschechows gleichnamiges Drama. Dessen Geschichte wird allerdings nicht nacherzählt, sondern auseinander geschnitten und neu zusammengesetzt. Aus den ursprünglich vier Akten macht Eötvös drei Sequenzen. In jeder Sequenz wiederholt sich das Geschehen, wobei immer eine andere Figur im Mittelpunkt steht. Dadurch wird der Fokus auf die Einzelschicksale der Geschwister gesetzt. Jeder hat eine Entscheidung zu treffen – Irina zwischen zwei Liebesanwärtern, Andrej zwischen den Schwestern und der Angetrauten, und Mascha zwischen dem Drang nach Freiheit und dem fesselnden Band der Ehe. Alles kann dem Ausbruch aus der verhassten Einöde dienen – oder lediglich in diese zurückführen.

Jeder Figur ist in der Komposition ein Instrument zugeordnet, durch dessen Klangfarbe sie charakterisiert wird. Diesen Soloinstrumenten, die sich zu einem Kammerensemble im Orchestergraben zusammenfügen, steht ein klangverstärkendes Orchester auf der Bühne gegenüber. Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer und Joachim Tschiedel. Damit wird die erfolgreiche Kooperation mit der Theaterakademie fortgesetzt.

Rosamund Gilmore inszeniert das erste Mal für die Bayerische Theaterakademie. Sie war zunächst als Tänzerin und Choreographin tätig und wandte sich 1990 der Opernregie zu. Hier fand sie besonderes Interesse an Werken des späten zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Die Bayerische Staatsoper präsentiert mit der Uraufführung "Die Tragödie des Teufels" ab 22. Februar 2010 ebenfalls ein Werk von Peter Eötvös. Käufer von Karten für beide Produktionen erhalten einen Rabatt von 20%

 

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