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The Fairy Queen

Semiopera von Henry Purcell (1692)
Textfassung von Durs Grünbein nach Shakespeares „Ein Sommernachtstraum"

Premiere: Mittwoch 11. Februar 2009, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 14., 17., 19. und 20. Februar 2009, 19.30 Uhr
Großes Haus
Werkeinführung jeweils 18.45 Uhr im Gartensaal

Gastspiele im Theater Ingolstadt am 27. (19:30 Uhr) und 28.Februar 2009 (19:30 Uhr) sowie am 14. (19:30 Uhr), 15. (19:00 Uhr), 21. (19:30 Uhr) und 22.März 2009 (19:00 Uhr)

Musikalische Leitung: Christoph Hammer
Inszenierung: Thomas Krupa
Bühne und Kostüme: Sebastian Hannak
Choreographie: Ramses Sigl
Dramaturgie: Rebecca Graitl, Dominica Volkert
Neue Hofkapelle München

Bayerische Theaterakademie und Hochschule für Musik und Theater München mit den Studiengängen Gesang / Musiktheater, Musical und Schauspiel. In Kooperation mit dem Theater Freiburg

Mir ist, als säh die Welt ich mit geteilten Augen, Und jedes Ding verdoppelt.
(
Hermia in Shakespeare: Ein Sommernachtstraum, 4. Akt)

In William Shakespeares Stück Ein Sommernachtstraum wird die Liebe als ambivalent und unbeständig erfahren. Es handelt von Liebesbeziehungen, die sich im Laufe einer Nacht im Reich des zerstrittenen Königspaars der Feen verwirren. Während den Protagonisten zunächst eine intakte Beziehung von Titania und Oberon suggeriert wird, verbirgt sich dahinter eine desillusionierte, zerstörte Seite ihres Zusammenlebens. Schließlich führt die allgemeine Enthemmung dazu, dass die verhüllenden Masken fallen und alle nur mehr von Emotionen und Trieben gesteuert werden. Erst im Tageslicht scheint es so, als könnten sich die richtigen Paare erkennen und als wären die Erlebnisse der Nacht nichts weiter als ein Traum gewesen...

Die Semiopera The Fairy Queen von Henry Purcell (1659-1695) beruht auf dem Stoff von Ein Sommernachtstraum und zeichnet sich dadurch aus, dass die gesprochenen Dialoge durch Gesang und Tanz erweitert wurden. Die Semiopera ist eine englische Besonderheit des 17. Jahrhunderts Sie entstand durch eine Vereinigung des elisabethanischen Dramas, das beinahe gänzlich auf Bühnenbilder verzichtet hatte, und der üppig ausgestatteten höfischen Masque.

"The Fairy Queen" wurde 1692 uraufgeführt und zu einem großen Publikumserfolg. Shakespeares Stück wurde für diese Semiopera anonym bearbeitet, wobei die Poesie der Sprache in die Musik verlagert wurde, der Text lieferte nur mehr das Gerüst der Handlung. Dabei entsprechen die Sprechrollen dem Personal von Ein Sommernachtstraum, musikalisch öffnet sich eine phantastische Feen-Welt. Mit The Fairy Queen erreicht die englische Barockmusik ihren Höhepunkt. Seine musikalische Vielseitigkeit beweist Purcell mit musikalischer Ironie in burlesken Nummern, atmosphärischen Arien und Ensembles, feierlichen Orchesterzwischenspielen sowie differenzierten Chören..

Die enge Zusammenarbeit der Bayerischen Theaterakademie mit der Neuen Hofkapelle München unter der Leitung von Christoph Hammer wird in dieser Produktion fortgesetzt. Der Regisseur Thomas Krupa machte mit seinen zahlreichen Schauspiel- sowie Operninszenierungen, vor allem an den Theatern Darmstadt und Freiburg, auf sich aufmerksam. Sebastian Hannak zeichnet für Bühnenbild und Kostüm verantwortlich.
Für die Münchner Inszenierung hat der Lyriker Durs Grünbein eine neue Textfassung erarbeitet, deren sprachliche Gestaltung eine Rückkehr zur Poesie Shakespeares und somit eine Annäherung zwischen Text und Musik intendiert. In der Kooperation der Studiengänge Gesang (Musiktheater), Schauspiel und Musical. werden die jungen Darsteller singend, spielend und tanzend eine Neudeutung von The Fairy Queen auf die Bühne des Prinzregententheaters bringen.

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