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Parzival

Stück von Lukas Bärfuss nach dem Versepos von Wolfram von Eschenbach

Premiere: 5. November 2011, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 6., 8., 9., 10. November, jeweils 20.00 Uhr
Reaktorhalle, Luisenstraße 37a
Werkeinführung jeweils 19.30 Uhr im Foyer der Reaktorhalle

Inszenierung: Manuel Schmitt
Bühne: Linda Sollacher
Kostüme: Sebastian Dominic Auer, Julian Eicke
Dramaturgie: Philine Kleeberg, Tanja Landsberger

Mit: Kim Bormann, Michael Glantschnig, Julia Hiemer, Fanny Krausz, Marco Michel, Alexander Sablofski, Béla Milan Uhrlau, Johanna von Gutzeit, Daron Zakaryan
Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München, Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz) und dem Studiengang Schauspiel (Leitung: Prof. Jochen Schölch)

Des Königs Gemächt fault. Das schmerzt, und zwar nicht nur den Besitzer. Der Gral hat den König verflucht und dieser Fluch tyrannisiert die ganze Welt. Deshalb muss jemand her, der unwissend Mitleid äußert. Dann kann der König sterben und die Welt ist erlöst. Wovon? Das spielt keine Rolle, schließlich hat jeder sein Päckchen zu tragen. Erlösung braucht man immer.
Ein Junge erscheint. Man kürt ihn in einer zwielichtigen Runde zum Erlöser. Er will das nicht, er will nur Ritter werden. Dafür gibt es eine Regel: Stell keine Fragen. Aber wie wird man Ritter, ohne zu fragen, wie das geht? Wie erkundigt man sich nach einem Leidenden, wenn man nicht fragen darf? Wie erlöst man die Welt von ihrem Leid? „Was wollt ihr denn, verfluchte Menschen“, schreit Parzival – und fragt schon wieder.

Lukas Bärfuss erzählt das mittelalterliche Heldenepos neu.
Die Geschichte vom dummen Jungen aus der Einöde, der zum Gralskönig wird, hat Tradition. Vermutlich zwischen 1200 und 1210 schreibt Wolfram von Eschenbach die Heldensage mit christlicher Heilsmission und schafft damit eine Vorlage, die bereits vielfach bearbeitet wurde. So entsteht beispielsweise ab 1877 Wagners Oper „Parsifal“ aus gleichen Motiven.

2010 ist die Welt eine andere. Heil gibt es in Bärfuss' Parzival nicht mehr und Entwicklung schon gar nicht. Eine Welt im Umbruch stagniert. Verharrt. Resigniert. Hofft auf einen Erlöser, den es nicht gibt. Aber weil er so dringend benötigt wird, bastelt man sich einen. Für jeden sieht er anders aus, wichtig ist nur: die Verantwortung ist delegiert.

Der Schweizer Lukas Bärfuss zählt zu den renommiertesten Gegenwartsdramatikern. Er wurde bereits mehrfach für seine Werke ausgezeichnet, darunter als „Dramatiker des Jahres“ für „Der Bus“ bei den Mülheimer Theatertagen 2005. Manuel Schmitt studiert Regie im 3. Jahr an der Hochschule für Musik und Theater und der Bayerischen Theaterakademie August Everding und erarbeitet die Inszenierung mit Studierenden des 2. Jahrgangs Schauspiel.

 

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