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Orlando furioso

Dramma per musica in drei Akten
Libretto von Grazio Braccioli nach dem Versepos Orlando furioso
von Ludovico Ariosto
Uraufführung: 1727 im Teatro Sant’Angelo in Venedig
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 9. November 2009, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 13., 16., 18. und 20. November 2009
jeweils 19.30 Uhr
Großes Haus
Werkeinführung jeweils um 18.45 Uhr im Gartensaal

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter, Inszenierung: Christof Nel, Szenische Mitarbeit und Analyse: Martina Jochem, Bühne: Thomas Goerge, Kostüme: Dagmar Morell, Dramaturgie: Judith Altmann und Ursula SuwelackBayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang / Musiktheater

Hofkapelle München

ORLANDO, Ritter: Valer Barna-Sabadus
ANGELICA, Geliebte/Gattin Medoros: Laura Faig / Ulyana Regener
ALCINA, Zauberin: Krapp / Hanako Takahashi
BRADAMANTE, Verlobte Ruggieros:: Anna Lapkowskaja / Sayaka Shigeshima
MEDORO, Geliebter/Gatte Angelicas: Augustine Mercante
RUGGIERO, Verlobter Bradamantes: Roland Schneider
ASTOLFO, Vetter Orlandos: David Jerusalem / Thomas Stimmel
(Besetzung in alphabetischer Reihenfolge)

 

Antonio Vivaldis zum Karneval 1727 komponierte Oper „Orlando furioso" basiert auf dem gleichnamigen Versepos von Ludovico Ariosto. Die Handlung des Dramma per musica, das bis ins 20. Jahrhundert hinein vergessen war, thematisiert die Liebe in allen ihren Ausprägungen.

Bradamante und Angelica haben sich ins Reich der Alcina begeben. Angelica befindet sich auf der Flucht vor dem heftig in sie verliebten Orlando und möchte hier mit Alcinas Hilfe ihren Verlobten Medoro wiederfinden. Bradamante hofft auf ein Wiedersehen mit Ruggiero. Alcina hat sich ihrerseits in Ruggiero verliebt und diesen so verzaubert, dass er Bradamante nicht wiedererkennt. Es beginnt ein Verwirrspiel von Intrigen und Verwechslungen, in dem alle Mittel recht sind – List und Gewalt kommen im Konkurrenzkampf um Liebe und Anerkennung zum Einsatz. Am Ende steht eine Hochzeit, und nichts bleibt, wie es war: Lässt sich Liebe ohne Zurückweisung und Isolation anderer verwirklichen? Ist Glück ohne gleichzeitiges Unglück möglich?

Nach dem Erfolg der drei Operneinakter Das Wundertheater, Ein Landarzt, Das Ende einer Welt von Hans Werner Henze lotet Regisseur Christof Nel in seiner zweiten Inszenierung an der Bayerischen Theaterakademie mit den jungen Sängerinnen und Sängern die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit aus. Das Finden des Partners – und vor allem das Finden zu sich selbst – wird zu einem Drahtseilakt mit ständiger körperlicher und seelischer Absturzgefahr.

Professionelle musikalische Unterstützung erhalten die Studierenden der Hochschule für Musik und Theater von Experten auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis: die Hofkapelle München wird von Michael Hofstetter geleitet, welcher zum ersten Mal für eine Produktion der Bayerischen Theaterakademie am Pult steht. Hofstetter, einer der international meistgefragten jungen Dirigenten, hat sich insbesondere als Barockspezialist einen Namen gemacht und wurde von der Fachzeitschrift „Opernwelt" bereits mehrfach zum „Dirigenten des Jahres" nominiert

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