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Onkel Wanja

Theaterstück von Anton Tschechow
Deutsch von Thomas Brasch

 

Premiere: Donnerstag, 12. März 2009, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 13. und 14. März 2009, 20 Uhr
Akademietheater im Prinzregententheater
Werkeinführung: jeweils 19.30 Uhr

 

Inszenierung: Antje Schupp
Ausstattung: Lisa Horvath
Dramaturgie: Katharina Denk, Juliane Rahn

 

Mit Christian Arndt Sanchez, Hubert Bail, Gisa Flake, Andreas Haun, Bettina Lieder, Helge Schupp

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz)

 

 

Tagaus, tagein schufteten Wanja und seine Nichte Sonja auf dem Landgut, das sie seit dem Tod von Wanjas Schwester allein verwalten. So finanzierten sie jahrelang die wissenschaftliche Karriere von Sonjas Vater Serebrjakow, Professor in Moskau. Als dieser emeritiert und sich zusammen mit seiner zweiten Frau Jelena im Haus einnistet, fällt Wanja in eine tiefe Krise. Er stellt die Aufopferung für Serebrjakows Erfolg infrage und die Arbeit ein – und verliebt sich in Jelena. Diese und Sonja haben jedoch nur Augen für den alkoholsüchtigen Landarzt Astrow, den man bei Wind und Wetter zu dem kranken Serebrjakow holt. Irgendwann fährt Astrow überhaupt nicht mehr ab, was vielmehr an Jelena, als an ihrem Mann liegt. Serebrjakow, den das Landleben mittlerweile anödet, entschließt sich, das Gut zu verkaufen, und löst damit eine Katastrophe aus.

 

Das 1899 uraufgeführte Drama des russischen Autors Anton Tschechow zeigt Menschen, die versuchen, sich aus den Fängen des Alltäglichen sowie der eigenen Unzulänglichkeit zu befreien. Menschen gelähmt von dem Gefühl, nicht so zu leben, wie sie eigentlich wollen. Damit einher geht die Notwendigkeit, dass sich etwas ändern muss. Letztendlich bleibt äußerlich alles so, wie es einmal war. Im Innern fühlen sie jedoch: Es ist überhaupt nichts mehr so, wie es einmal war.

 

Warum verhalten wir uns oft nicht so, wie wir gerne würden? Warum sind wir feige, wenn wir es nicht sein wollen? Warum fallen wir wider besseren Wissens doch immer wieder in die gleiche Schwäche zurück? Die Inszenierung folgt diesen Fragen und der Sehnsucht der Protagonisten nach Veränderung.

 

Bin auf jeden Fall noch am Leben. Vielleicht. (Charles Bukowski)

 

 

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