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Le nozze di Figaro (ab 12.11.2010)

Commedia per musica in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte

Premiere: 12. November 2010, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 14., 16., 20., 22. und 23. November, jeweils 19.30 Uhr
Großes Haus
Werkeinführung jeweils 18.45 Uhr im Gartensaal
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Alexander Liebreich
Inszenierung: Ingo Kerkhof
Bühne: Anne Neuser
Kostüme: Stephan von Wedel
Dramaturgie: Carsten Deutschmann
Choreographie: Michael Schmieder
Choreinstudierung: Martin Wettges
Münchener Kammerorchester

GRAF Christian Eberl
GRÄFIN Anna Stylianaki
FIGARO Michael Kranebitter
SUSANNA Maria Pitsch
CHERUBINO Ines K. Reinhardt
MARCELLINA Eun-Kyong Lim
BARTOLO / ANTONIO Johannes Bernard Stermann
BASILIO / DON CURZIO Marc Megele
BARBARINA Kathrin Filip
dazu Chor und Banda

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang/ Musiktheater (Leitung: Prof. Renate Ackermann, Prof. Christoph Adt), Münchener Kammerorchester.
In Kooperation mit der Staatsoper Hannover.

Susanna und Figaro wollen heiraten. Dazu benötigen sie die Einwilligung des Grafen, ihres Dienstherren. Dieser hat jedoch selbst ein Auge auf die Braut geworfen und setzt alles daran, die Hochzeit zu verhindern. Auf den Bräutigam wiederum erhebt Marcellina Anspruch, die noch eine alte Rechnung zu begleichen hat. Und schließlich ist da der pubertierende Page Cherubino, dessen glühende Verliebtheit bei weitem nicht nur auf die von ihrem Gatten vernachlässigte Gräfin abzielt. Angetrieben von der Macht des Eros entsteht ein Spiel aus Verwirrungen und Intrigen, bei dem bald jeder der Beteiligten den Überblick verliert.

Als eine ‚fast neue Art des Schauspiels’ bezeichnete Lorenzo da Ponte das Stück, dessen Libretto er nach der Vorlage von Beaumarchais’ skandalträchtiger Komödie La folle journée ou le marriage de Figaro (UA 1784) verfasst hatte. Deren Pariser Uraufführung war aufgrund ihrer die Ständehierarchie in Frage stellenden politischen Brisanz drei Jahre lang hinausgezögert worden, in Wien wurde die bissige Gesellschaftssatire nur zum Druck, nicht aber zur Aufführung zugelassen.

Durch den Facettenreichtum der gegenwartsnahen Figuren sowie die Komplexität der Handlung inspiriert, schuf Mozart eine musikalische Charakterkomödie (Uraufführung 1786), die hinsichtlich der psychologischen Durchdringung ihrer Figuren sowie der Präzision in der Darstellung der sich durchkreuzenden Aktionen und überschlagenden Ereignisse alles im Genre der opera buffa bisher Dagewesene in den Schatten stellte.

Regisseur Ingo Kerkhof wird seine an der Staatsoper Hannover erfolgreich herausgebrachte Inszenierung, die den spielerischen Charakter des Geschehens hervorhebt, zusammen mit Studenten des Studiengangs Gesang/ Musiktheater der Bayerischen Theaterakademie neu erarbeiten. „Hier hat einer [...] den Mut gehabt, einfach mal auf alle Aktualitätszutaten des Regietheaters zu verzichten, und Regie im eigentlich Sinne geführt – intensiv mit den Sängern bis in kleinste Gesten hinein gearbeitet." (Henning Queren, Neue Presse Hannover, 12.09.2009)

Auf der musikalischen Seite findet eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich statt. 

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