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La Bohème

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini 
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica  
nach Szenen aus Henri Murgers "La Vie de Bohème"
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 17. Juni 2009, 19.30 Uhr 
Weitere Vorstellungen: 19., 22. und 28. Juni, jeweils 19.30 Uhr 
Großes Haus 
Werkeinführung jeweils 18.45 Uhr im Gartensaal 

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer 
Inszenierung: Balázs Kovalik 
Bühne: Csaba Antal 
Kostüme: Angelika Höckner 
Dramaturgie: Andreas Lutzenberger 
Choreinstudierung: Martin Wettges 
Choreographie: Katja Wachter

Münchner Rundfunkorchester

Bayerische Theaterakademie und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang/ Musiktheater (Leitung: Prof. Dr. Siegfried Mauser, Prof. Klaus Zehelein)

Das Leben der Bohème – ein Hochseilakt zwischen Ernst und Komik, ein Leben für den Moment, Künstler sein in allen Lebenslagen, ein Spiel zwischen Schein und Sein.

Paris. Eine Mansarde, eiskalt, kein Brennholz, stockfinster, Heilig Abend. Der Dichter, der Maler, der Philosoph und der Musiker frieren und leben von der Hand in den Mund. Sie erträumen sich eine Kunstwirklichkeit. Der Dichter lernt die Näherin kennen, sie verlieben sich. SCHNITT.

Der Boulevard, Lichter, Weihnachtstrubel. Das Quartier Latin. Der Dichter stellt sie seinen Freunden vor. Die Kokette kommt mit dem reichen Verehrer vorbei. Sie flirtet mit ihrem Ex, dem Maler. Ihre Liebe entbrennt erneut. Dem Reichen bleibt nur die Rechnung zu zahlen. SCHNITT.

Die Barrière d'enfer Ende Februar. Ein trostloser, eisiger Morgen. Beziehungen in der Krise. Der Dichter und die sterbenskranke Näherin wollen ihre Trennung bis zum Frühjahr aufschieben. Der Maler und die Kokette gehen im Streit auseinander. SCHNITT.

Die Mansarde, Monate später. Der Dichter und der Maler versuchen die Gedanken an ihre Verflossenen zu verdrängen. Noch immer kein Geld. Die Künstlerfreunde fingieren ein opulentes Festbankett. Die Näherin kehrt zum Dichter zurück, todkrank. Jede Hilfe kommt zu spät. AUS.

Puccinis Oper "La Bohème", 1896 in Turin uraufgeführt, hat bis heute nichts von ihrer Faszinationskraft verloren: Beispiellos ist, wie Puccini die literarische Vorlage Murgers auf vier aufeinander folgende Bilder komprimiert, plastische Atmosphäre mit nur wenigen musikalischen Mitteln schafft. Der spielerisch-heiteren Ausgelassenheit der Bohèmiens stellt er kontrastreich den zarten Lyrismus des Liebespaars gegenüber.

Nach Jonathan Larsons Bohème-Musicaladaption "Rent" im März dieses Jahres setzt sich die Bayerische Theaterakademie nun mit Puccinis Oper auseinander. Die Inszenierung übernimmt Balázs Kovalik, künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper Budapest. Kovalik hat bereits in den vergangenen Jahren mit seinen Regiearbeiten international auf sich aufmerksam gemacht und wird in der Spielzeit 2009/ 2010 an der Bayerischen Staatsoper inszenieren. 1997 hat er sein Regie-Diplom an der Bayerischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Theater München erhalten.

Ulf Schirmer übernimmt nach "Gianni Schicchi/What Next" und Henzes Einaktern "Das Wundertheater/ Ein Landarzt/ Das Ende einer Welt" zum dritten Mal die musikalische Leitung einer Produktion an der Bayerischen Theaterakademie. Solistinnen und Solisten sind Studierende des Studiengangs Gesang/Musiktheater der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München. Es spielt das Münchner Rundfunkorchester. Ebenfalls beteiligt ist der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper sowie ein eigens für diese Produktion zusammengestellter Chor.

 Vorstellungen im Rahmen des Jugendprogramms des Münchner Rundfunkorchesters "Klassik zum Staunen": 26. Juni, 19.00 Uhr, 30. Juni, 11.00 Uhr (Kartenverkauf über MünchenTicket)

 

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