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Didone abbandonata

Dramma per musica in tre atti von Johann Adolph Hasse
Libretto von Pietro Metastasio
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 21. Mai 2011, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 24., 26. 30. Mai, und 1. Juni 2011, jeweils 19.30 Uhr
Großes Haus
Werkeinführung jeweils 18.45 Uhr im Gartensaal

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Inszenierung: Balázs Kovalik
Bühne: Csaba Antal
Kostüme: Angelika Höckner
Dramaturgie: Isabelle Kranabetter

Didone: Theresa Holzhauser
Selene: Magdalena Hinterdobler
Iarba: Valer Barna-Sabadus
Araspe: Maria Celeng
Osmida: Andreas Burkhart
Enea: Flavio Ferri-Benedetti (als Gast)
Hofkapelle München

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Gesang/ Musiktheater (Leitung: Prof. Renate Ackermann, Prof. Christoph Adt), Hofkapelle München. Mit freundlicher Unterstützung der Johann-Adolph-Hasse-Gesellschaft München e.V. 

Mit Pietro Metastasios „La Didone abbandonata" in der Vertonung Johann Adolph Hasses präsentiert die Bayerische Theaterakademie eine veritable Opernausgrabung - uraufgeführt 1742 und zuletzt gespielt im Jahre 1770, wurde das Dramma per musica eigens für diese Produktion neu editiert.

Die Episode aus Virgils „Aeneis", in welcher der trojanische Krieger Aeneas und die karthagische Königin Dido zusammenfinden, er sie aber schließlich – um seiner Bestimmung zu folgen und Rom zu gründen - zurücklässt, gehört zu den beliebtesten Opernstoffen des Barock. Getreu der virgilschen Vorlage ist Metastasios Libretto allerdings eines der seltenen Exemplare der frühen Opera seria, das nicht mit einem glücklichen Ende, dem konventionellen lieto fine, schließt.

So großer Beliebtheit sich die Gattung der Opera seria auch erfreute und so viele Komponisten sich auch mit ihr beschäftigt haben, so rasch und unwiderruflich gerieten diese und ihre Werke auch wieder in Vergessenheit. Johann Adolph Hasse, von dem noch über 600 handschriftliche Opernpartituren existieren, ist als der wohl erfolgreichste Komponist der mittleren Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts anzusehen.

Didone ist eine mehrfach Verlassene: Die Verlassenheit steht am Anfang und am Ende ihrer Begegnung mit Enea. Zurückgelassen von ihrem ersten, im Krieg gefallenen Geliebten, wird Didone in der Beziehung zu Enea wiederum von der Angst vor dem Verlassenwerden befallen.

So exerziert die Königin Karthagos ihre Macht auch fast ausschließlich in der Liebe - in immer hysterischer werdenden Verhandlungen versucht sie Enea zum Bleiben zu überreden, zu erweichen, zu erpressen. Am Ende muss mit Karthago auch das mühevoll aufrecht erhaltene Luftschloss ihrer Liebesbeziehung einstürzen.

Nach Antonio Vivaldis „Orlando furioso" steht Michael Hofstetter zum zweiten Mal im Prinzregententheater der Hofkapelle München vor, die ihre enge Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie im Barockrepertoire damit fortsetzt. Balázs Kovalik, Regie-Absolvent der Bayerischen Theaterakademie, hat in den vergangenen Jahren mit mehreren Operninszenierungen international auf sich aufmerksam gemacht. 2009 war bereits seine „Bohème" im Prinzregententheater zu sehen, nun realisiert er mit „La Didone abbandonata" seine erste szenische Neuinterpretation eines Werkes aus dem Repertoire der Opera seria. Solistinnen und Solisten sind Studierende des Studiengangs Gesang/Musiktheater der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München.

 

 

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