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Der Tod und das Mädchen

Schauspiel von Ariel Dorfman

Premiere: Freitag, 19. November 2010, 20 Uhr

Weitere Vorstellung: 21. November 2010, 20 Uhr
Akademiestudio
Werkeinführung jeweils 19.30 Uhr

Regie: Till Wyler von Ballmoos
Bühne und Kostüm: Evi Bauer
Dramaturgie: Adrian Herrmann

PAULINA SALAS: Rena Dumont
GERARDO ESCOBAR: Stefan Maaß
ROBERTO MIRANDA: Oliver Losehand

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz)

 

Chile 1991, kurz nach der Wiederherstellung der Demokratie. Drei Menschen stehen einander gegenüber. Paulina, die als ehemalige politische Gefangene noch immer an den Folgen der Folter leidet, Gerardo, Paulinas Ehemann, der soeben in die Kommission zur Aufklärung der Verbrechen des Regimes gewählt wurde und Roberto der freundliche, feinsinnige Arzt, in dem Paulina ihren Peiniger aufgrund seiner Stimme wieder zu erkennen glaubt. Was für die beiden Männer als ein lockeres Gespräch über Vergangenheitsbewältigung begann, wird, als Paulina Roberto überwältigt und fesselt, plötzlich zur persönlichen Auseinandersetzung mit den erlittenen Gräueltaten.In der Umkehrung der Machtverhältnisse spielt Paulina die Ereignisse der Vergangenheit noch einmal durch. Sie versucht damit gewaltsam zu erzwingen, was ihr die offizielle Rechtsprechung nicht bieten kann: Ein umfassendes Geständnis des Täters. Dabei brechen nie verheilte Wunden wieder auf. Erinnerungen werden wieder lebendig. Paulina fängt an zu rekonstruieren, Satz für Satz, Ton für Ton. Sie ringt immer wieder aufs Neue um und mit der Vergangenheit. Das Stück „Der Tod und das Mädchen" entstand 1991, kurz nach der Wiederherstellung der Demokratie in Chile. Der Autor Ariel Dorfman greift darin die erste öffentliche Debatte nach dem Umgang mit den Verbrechen und die Frage nach Vergangenheitsbewältigung auf.

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz)

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