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Blaupause

31. Januar und 1. Februar 2009, 20 Uhr

Sendlingerstr.8


Regie und Leitung: Jonas Zipf
Produktionsleitung: Julia Huber
Dramaturgie: Antonia Beermann, Luitgard Hagl
Bühne: Samuel Hof
Grafik: Markus Niessner, Henrik Haase
Licht: Bernd Purkrabek
Video: Aron Kitzig, Felix Remter
Installationen: Patrick Timm, Julia Wallner, Fabian Hesse

Es spielen Egbert Tholl, Christopher Schmidt, Rainard Brembeck, Julius Bornmann, Sonja Isemer, Isa Weiß, Franziska Herrmann, Luise Weiss u.a.

Produktion der Bayerischen Theaterakademie August Everding und

Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz) o-team

Nach 63 Jahren Verlags- und Redaktionsgeschichte im Zentrum Münchens ist die „Süddeutsche Zeitung" umgezogen. Jahrzehntelang waren die Räume in der Sendlinger Straße eine lebendige Bühne der Begegnung und der Auseinandersetzung. Ein Gebäude mit besonderem Charme, das die redaktionelle Arbeit durch seine Eigenarten und Vielfalt beeinflusste: Journalisten irrlichterten durch labyrinthische Gänge, vom Klinkerbau zum „Schwarzen Haus" am Färbergraben und hinüber in den Paternoster im Haupthaus. Am 3. November erschien die letzte in der Sendlinger Straße produzierte Ausgabe, nun steht das alte Jugendstil-Gebäude seit Wochen leer. Im Zuge der Grundsanierung des gesamten Areals werden hier Ladenflächen und Wohnungen entstehen. Wird die Stadt München so ein neues, bürgerlich geprägtes und lebendiges Hackerviertel zurückbekommen?

 

In seinem Diplomprojekt „Blaupause" setzt sich Jonas Zipf, Regiestudent der bayerischen Theaterakademie August Everding, mit diesem geschichtsträchtigen Ort und seiner Entwicklung auseinander. In szenischen Collagen literarischer Texte aus unterschiedlichen Epochen verschmelzen Vergangenheit und Zukunft des Gebäudes. Gemeinsam mit Team Odradek, einem Kollektiv von bildenden und darstellenden Künstlern, macht er sich auf Spurensuche und lädt den Zuschauer auf eine Reise ein, in der ein letztes Mal die Räume der großen Tageszeitung besichtigt werden können. Eine Reise durch Erinnerungen und Visionen, durch Vergangenheit und Zukunft.

Dieses Projekt wird ermöglicht von o-team. Die Agentur setzt sich zum Ziel, Wirkungsräume und Chancen von Kunst in der Gesellschaft auszuloten und Theater für einen neuen Markt zu erschließen.

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