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Aktuelle Produktionen

Bilder Tri Sestri

hinten: Rouwen Huther, Elvira Hasanagic, Yeun-Ku Chu, vorn: Benno Vogel, Dooseok Kang credit: A.T.Schaefer

Ines Krapp Credit: A.T.Schaefer

Elvira Hasanagic, Benjamin Appl Credit: A.T.Schaefer

Anna Lapkovskaja Credit: A.T.Schaefer

Andreas Burkhart Credit: A.T.Schaefer

v.l.n.r.: Andreas Burkhart, Benjamin Appl, Daniel Eggert Credit: A.T.Schaefer

v.l.n.r.: Anna Lapkovskaja, Eun-Kyong Lim, Elvira Hasanagic Credit: A.T.Schaefer

Ensemble Credit: A.T.Schaefer

Pressezitate

Der Komponist saß in der ersten Reihe und war, als er sich am Ende mit den Sängern verbeugte, sichtlich glücklich mit dieser Produktion seiner „Tri Sestri" an der Theaterakademie. Großer Jubel im Prinzregententheater belohnte eine überaus gelungene, im russischen Original gesungene Aufführung von Peter Eötvös’ Version der „Drei Schwestern" von Anton Tschechow. Ulf Schirmer – und Joachim Tschiedel als Co-Dirigent auf der Bühne – entlocken den beiden Ensembles des Rundfunkorchesters ein Kaleidoskop an sinnlichen Farben und fein verschliffenen Harmonien, bringen Kammermusikalisches zu leuchtendem Ausdruck und verleihen emotionalen Ausbrüchen Intensität. Rosamund Gilmores Inszenierung ist choreographisch perfekt durchgeformt und alles andere als realistisch. Dennoch erhält das Geschehen gerade dadurch enorme Spannung. Jeder der 13 Sänger bietet sowohl solistisch wie in den zahlreichen Ensembles eine reife Leistung. Süddeutsche Zeitung, 11.2.2010

Ein Glücksfall: Die Bayerische Theaterakademie zeigt „Tri Sestri" von Peter Eötvös im Prinzregententheater: Dass sich die Bayerische Theaterakademie im Prinzregententheater als Münchens, nun ja, zweieinhalbtes Opernhaus begreift, wird stets von Präsident Klaus Zehelein listig bestritten – um dann in den Eigenproduktionen genügend Gegenbeweise zu liefern. Mit den „Tri Sestri", Eötvös’ Opern-Adaption von Tschechows „Drei Schwestern", ist nun ein Glücksfall eingetreten, der die Nachwuchs-Institution neben etablierten Musentempeln bestehen lässt. Schier alles scheint hier zu stimmen: die Regie von Rosamund Gilmore, die dank ihrer Tanz-Erfahrung die Musik mit einer (alb-)traumhaften, zeitlupenhaften, choreographisch grundierten Körpersprache beantwortet. Auch Carl Friedrich Oberles Ausstattung, die mit Samowar, Herbstblättern und lichtem Ambiente typische Tschechow-Bühnen nicht nachäfft, sondern in Fragmenten zitiert. Die musikalische Leitung von Ulf Schirmer mit Co-Dirigent Joachim Tschiedel, dank derer die Sänger perfekt durch die Partitur gelotst werden. Und nicht zuletzt die Solisten, die sich mit Verve in die musikalische Moderne werfen – und entscheidende Erfahrungen für die Karriere gewinnen. Heftiger Jubel fürs gesamte Team und die Gewissheit mit Blick auf die baldige Eötvös-Uraufführung gut zwei Kilometer weiter: Da hat die Theaterakademie der Staatsoper einiges vorgelegt.
Münchner Merkur, 10.2.2010

Staunenswerte Leistungen der Musikhochschul-Studenten. Ob Elvira Hasanagic als Irina, Anna Lapkovskaja als Mascha, Eun-Kyong Lim als Olga oder Ines Krapp als Natascha: Die Vielfalt der stimmlichen Mittel, die auch fernöstliche Lautakrobatik vorsieht, wurde mit Bravour verlebendigt. Sie alle profitierten von Rosamund Gilmores Regie, die Eötvös' Oper als reduziertes Kammerspiel verstand. Dabei schenkte Gilmore, die 2008 am Gärtnerplatz "Die Schöne und das Biest" von Phillip Glass inszenierte, der Musik und den Darstellern viel Raum. Ihre Regie verriet profundes musikalisches Wissen, wie man dies nur selten erlebt. Doch war es nicht zuletzt Schirmer, der den Sänger-Nachwuchs sicher durch die tückische Partitur führte. Mit dem Co- Dirigenten Joachim Tschiedel entfachte er zudem einen fesselnden Farbenrausch, der die Stilvielfalt mit zwingender Klangtransparenz erfasste. So wurde diese Premiere zu einer Sternstunde zeitgenössischen Musiktheaters und zugleich eine würdige Nachfeier zu Anton Tschechows 150. Geburtstag. Abendzeitung München, 10.2.2010

Drei feurige Schwestern Atemberaubende Eötvös-Aufführung im „Prinze" begeistert Publikum Es knisterte schon im Foyer. Hochbesetztes Publikum. Große Erwartungen, und die wurden in einem Maße nicht enttäuscht, das allergrößte Bewunderung hervorrief. Es ist der Monat des ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös. Am 22. Februar kommt im Nationaltheater unter seinem Dirigat die Uraufführung des Auftragswerks Die Tragödie des Teufels heraus, basierend auf einem Text von Albert Ostermaier nach dem ungarischen Pendant des Faust-Stoffes. Zwei Wochen davor platziert Klaus Zehelein, der Präsident der Everding-Theaterakademie, nun die Münchner Erstaufführung von Eötvös’ Oper Tri Sestri (Drei Schwestern nach Tschechow) – 1998 als Auftragswerk von Kent Nagano für Lyon entstanden und dort auch von ihm uraufgeführt. Eötvös landet damit einen spektakulären Erfolg, der dem Publikum den Atem stocken ließ. Keine Rede von „Studentenaufführung" mit dieser herablassend-wohlwollenden Reaktion „Weiter so!" Das war ein sternstundenhafter Profi-Abend mit „fertigen" jungen Sängern unter der Leitung von Ulf Schirmer mit seinem Rundfunkorchester und dem Co-Dirigenten Joachim Tschiedel für das Bühnenorchester hinter den Sängern. Ein großer Theaterabend – nicht nur für die Akademie. tz, 10.2.2010
(am 13.2. wurde die Aufführung auch mit der tz-Rose der Woche ausgezeichnet)

Man staunt, wie die noch Studierenden der Bayerischen Theaterakademie ihre schwierigen Aufgaben darstellerisch und vokal bravourös meisterten. Die außerordentliche Aufführung, die auch dem Rundfunkorchester und den Dirigenten viel verdankt, wird bei ihrem Gastspiel in der Staatsoper unter den Linden in Berlin Ehre für die einst heimliche Hauptstadt einlegen. Bayerische Staatszeitung, 12.2.2010

Mit Festivals wie Adevantgarde, Muscia Viva oder Biennale, mit seinen Ensembles und Komponisten darf sich München als Metropole der Neuen Musik bezeichnen. Ein Anspruch, den man auch im Zusammenspiel zwischen Bayerischer Staatsoper und der Theaterakademie August Everding unterstützt: Während das große Haus der Premiere von Peter Eötvös’ Auftragswerk „Die Tragödie des Teufels" entgegenfiebert, machte die Nachwuchsschmiede im Prinzregententheater mit der Oper „Tri Sestri" Appetit. Bayernkurier, 13.2.2010

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